

Bei unserem Interview konntest Du per E-Mail alle Fragen zum Judosport loswerden, die Dich schon immer interessiert haben. Hier findest Du die Antworten von Judoka Matthias Birk.
Christian, 8 Jahre, aus Wolfsburg fragt:
"Kann man sich beim Judo was brechen?"
Matthias:
"Hallo Christian, Judo ist ein Sport. Wie bei jedem anderen Sport, besteht bei der Ausübung die Gefahr sich zu verletzen und im schlimmsten Falle sich auch "mal" was zu brechen. Ich betreibe den Sport schon seit über zwanzig Jahren und habe mir bis heute noch nie was gebrochen. Die Sportarten Fußball, Handball sind was Verletzungen betrifft viel gefährlicher."
Sophie, 13 Jahre, aus Bremen fragt:
"Kann man mehrere Kampfsportarten gleichzeitig machen ohne durcheinander zu kommen?"
Matthias:
"Hallo Sophie, ich kenne viele Sportler, die gleichzeitig mehrere Kampfsportarten ausüben. Sicherlich ist es sehr interessant einen Einblick in die verschiedenen Arten zu bekommen. Meiner Meinung nach sollte man sich für einen Kampfsport entscheiden und den lieber intensiv ausüben. Aber dies muss jeder selber wissen."
Marcel, 12 Jahre, aus Miltenberg fragt:
"Wieso redet der Kampfrichter beim Judo immer japanisch beim Fußball redet der Schiedsrichter ja auch deutsch?"
Matthias:
"Hallo Marcel, Judo kommt ja ursprünglich aus Japan und wird mittlerweile auf der ganzen Welt ausgeübt. Alle Techniken, Kommandos und so weiter, die es in diesem Sport gibt, werden eben auf Japanisch angekündigt oder genannt. Jeder Judoka ist also gezwungen, die Namen und Begriffe in Japanisch zu lernen, damit man sich auch auf internationaler Ebene auf der Judo-Matte verständigen kann."
Michael, 15 Jahre, aus Karlsruhe fragt:
"Ich spiele schon lange Badminton und möchte jetzt vielleicht auch Judo machen. Bin ich als Anfänger zu alt?"
Matthias:
"Hallo Michael, um Judo zu erlernen ist man nie zu alt. Man kann mit jedem Alter anfangen. Ich selbst habe auch erst mit zwölf Jahren begonnen, Judo zu betreiben. Bei mir im Verein gibt es auch Erwachsene, die erst mit 55 Jahren anfangen."
Andrea, 10 Jahre, aus Dresden fragt:
"Muss man sich vorher vom Arzt untersuchen lassen, wenn man Judo machen will?"
Matthias:
"Hallo Andrea, der Arztbesuch ist sicherlich nicht zwingend notwendig, aber schaden kann es sicherlich nicht."
Kai, 13 Jahre, aus Merseburg fragt:
"Ist Judo auch Selbstverteidigung?"
Matthias:
"Judo gilt als Kunst der Selbstverteidigung und gilt ganz klar auch als Selbstverteidigungssportart. Aber meiner Meinung nach sollte nicht unbedingt bei der Ausübung des Sportes die Selbstverteidigung auf der Strasse im Vordergrund stehen. Sicherlich erlangt man ein gesundes Selbstvertrauen durch die Ausübung des Sportes und kann sich auch mal zur Wehr setzen. Wenn es nur um den Aspekt Selbstverteidigung auf der Strasse gehen soll, sollte man andere Kampfsportarten wie Ju-Jutsu wählen."
Tilo, 14 Jahre, aus Halle fragt:
"Was ist eigentlich der Unterschied zum Ringen. Beim Judo wird doch auch am Boden gekämpft?"
Matthias:
"Hallo Tilo, da ich mich im Ringersport nicht so auskenne, kann ich nicht ganz so viel zu Deiner Frage sagen. Ich behaupte mal, das Ringen im Vergleich zum Judo ein kraftbetonterer Sport ist. Viele Techniken sind auch aus dem Judosport enthalten."
Laila, 11 Jahre, aus Bielefeld fragt:
"Ist Judo machen teuer?"
Matthias:
"Hallo Laila, der Sport Judo ist nicht teuer. Du brauchst einen Judo-Anzug und den bekommst Du schon recht günstig im Ebay. Je nach Größe so bis maximal 35 Euro (eher noch etwas günstiger). Die Mitgliedschaft in einem Verein ist auch nicht so teuer. Denke mal so zwölf bis 20 Euro im Monat."
Robin, 10 Jahre, aus Magdeburg fragt:
"Sind die Japaner besser im Judo?"
Matthias:
"Hallo Robin, meiner Meinung nach machen die Japaner heute noch das schönste Judo und sind für mich die erfolgreichsten Judokas auf Meisterschaften. Europaweit sind die Franzosen sehr gut. Aber die Japaner machen das schönere, saubere Judo."
Frank, 16 Jahre, aus Dortmund fragt:
"Mich würde es mal interessieren, seit wann es Judo in Deutschland gibt?"
Matthias:
"Hallo Frank, Judo ist etwa so um 1918 - 1920 nach Deutschland gekommen. Mein Heimatverein zum Beispiel, welcher zugleich auch der zweitälteste in Deutschland ist, ist der Judo-Club-Wiesbaden 1922 e. V."
Das TK-Logo-Team dankt Matthias Birk für das Interview und wünscht ihm auch weiterhin viel Erfolg bei seinen Wettkämpfen.