




Es gibt Tag und Nacht, der Mond nimmt zu und wieder ab, und ab und zu kommt es sogar zu einer Sonnenfinsternis. All das kann man beobachten und auch mit dem Wechselspiel zwischen Sonne Erde und Mond erklären. Besser begreifen kannst Du es sicher, wenn Du Dir mal ein Modell aufbaust.
Die Größenverhältnisse musst Du dabei allerdings außer Acht lassen: Denn wenn Dein Mond ein Tennisball ist, dann hat die Erde einen Durchmesser von etwa 22 Zentimetern, das ist in Ordnung. Die Sonne müsste hingegen einen Durchmesser von 24 Metern haben und außerdem ein paar hunderttausend Kilometer entfernt aufgestellt werden. Doch bei Dir darf sie mit auf dem Tisch stehen.
Du brauchst: Eine Tischlampe mit klarer Glühbirne, einen Tischtennisball, einen Globus oder großen Ball und eine Playmobilfigur.
Dunkle den Raum vorm experimentieren etwas ab. Stelle nun die Tischlampe als Sonne auf die eine Seite des Tischs, den Globus in ein bis zwei Meter Entfernung daneben und den Tischtennisball als Mond zehn bis 20 Zentimeter entfernt auf eine Erhöhung auf die andere Tischseite. Schalte die Tischlampe ein. Der Mond befindet sich im Erdschatten, so dass ihn kein Sonnenlicht anstrahlt. Es herrscht eine totale Mondfinsternis.
Der Mond kreist ja um die Erde, die Erde um die Sonne und dreht sich dabei noch um sich selbst. Mit dem Playmobil Männchen kannst Du die verschiedensten Blickwinkel nachstellen. Wo erlebt es Morgen, Mittag, Abend oder Nacht. In welcher Konstellation kann es den Vollmond oder einen zu- oder abnehmenden Mond sehen lassen? Alle diese Möglichkeiten kannst Du sozusagen mal als Betrachter aus dem Weltraum erleben.
Möchtest Du auch noch einen Blick ins Erdinnere riskieren? Dazu brauchst Du: Einen Kieselstein, Alufolie, eine Serviette, Zeitungspapier, Luftballon, Schere und Klebeband.
Nimm zunächst einen Kieselstein als inneren Erdkern. Der Kern unserer Erde ist auch eine feste Kugel. Allerdings besteht sie aus den Metallen Eisen und Nickel und ist etwa 5.000 Grad Celsius heiß. Nur durch den hohen Druck kann sie nicht schmelzen. Wickele nun Alufolie als äußeren Erdkern um den inneren. Denn der äußere Erdkern besteht überwiegend aus Eisen, ist flüssig und noch etwa 3.700 Grad Celsius heiß.
Nimm nun eine feurig rote Serviette und wickele sie um Deinen Erdkern. Das ist der innere und heißere Teil des Erdmantels. Wickele noch ein Stück Zeitungspapier darum. Das ist der äußere Erdmantel. Das Gestein ist hier "nur noch" 1.200 bis 1.400 Grad Celsius heiß. An Schwachstellen der Erdkruste kann es schmelzen und als Magma aufsteigen. Dann droht ein Vulkanausbruch.
Was fehlt noch? Klar, die Erdkruste. Nimm einen Luftballon und schneide das Ende ab. Stülpe den Luftballon über Deine fest zusammengedrückte Erdkugel. Klebe das Ende fest und fertig ist die Erde. Denn unsere Erde hat im Vergleich zu ihrem Inneren auch so eine dünne Kruste wie die dünne Haut Deines Luftballons. An diesem Modell kannst Du auch schön erkennen, dass unsere Erde nicht völlig rund ist. Die Unebenheiten des Zeitungspapiers zeichnen sich ab wie Gebirgsketten.
Text und Bilder: Birgit Bender