




Schwerkraft begegnet Dir tagtäglich - nicht nur, wenn Dir etwas aus den Händen und zu Boden fällt. Auch Du fällst mal auf die Nase, oder das Marmeladenbrot stürzt beim Frühstück ab. Hast Du Dich mal gefragt, was wie schnell fällt? Und hast Du schon mal was von der Trägheit der Dinge gehört? Probier es einfach aus!
Du brauchst: Ein Blatt Papier und eine Kugel aus Metall oder eine große Murmel sowie einen Eimer mit etwas Wasser.
Nimm zunächst das Blatt Papier und die Kugel und lass beide gleichzeitig fallen. Was berührt zuerst den Boden? Die Kugel berührt zuerst den Boden! Warum? Sie fällt schneller, weil sie schwerer und kleiner als das Papierblatt ist, und die Luft daher besser an ihr vorbeiströmen kann.
Knülle nun das Papier zu einer festen kleinen Kugel zusammen. Lasse die Papierkugel und die Metallkugel erneut gleichzeitig fallen. Was passiert? Das Papier und die Kugel berühren gleichzeitig den Boden! Nun kann die Luft an beiden Gegenständen gleichermaßen vorbei ziehen. Die Metallkugel ist zwar schwerer als die aus Papier, aber alle Dinge sind träge.
Das bedeutet, dass die massivere Metallkugel sich sozusagen erst weigert, sich zu bewegen. Das Papier hingegen will sich bewegen. Deshalb müsste die Papierkugel eigentlich sogar schneller fallen, doch da spielt noch das Gewicht der Metallkugel eine Rolle: Das Gewicht und die Trägheit gleichen sich aus, und deshalb berühren beide Gegenstände gleichzeitig den Boden.
Die Massenanziehung oder Gravitation ist die Kraft, mit der sich Körper untereinander anziehen. Die Anziehungskraft der Erde nennt man auch Schwerkraft. Durch die Schwerkraft bekommen Gegenstände auf der Erde Gewicht. Der Mond beispielsweise hat nur eine geringe Gravitation, deswegen haben Körper auf dem Mond kaum Gewicht. Dies ist auch der Grund dafür, dass sich Astronauten auf dem Mond hüpfend fortbewegen können.
So viel zur Schwerkraft, doch was hat das mit der Trägheit nun auf sich? Unseren gegenwärtigen Begriff von Trägheit formulierte Isaac Newton bereits 1687: "Ein Körper verharrt in seinem Zustand der Ruhe oder der gleichförmigen geradlinigen Bewegung, solange die Summe aller auf ihn einwirkenden Kräfte Null ist."
Er hatte die Quelle der Trägheit in einem Dreibund aus absoluter Masse, Zeit und Raum gesehen. Ein Beispiel dazu ist das Wassereimer-Experiment: Nimm einen Eimer mit etwas Wasser in die Hand, dreh Dich schnell um Deine eigene Achse und lass den Eimer dabei um Dich rotieren. Was passiert? Durch die Trägheitskraft drängt sich das Wasser an den Rand des Eimers, eine gewölbte Oberfläche entsteht. Mach das lieber draußen nach, falls das Wasser doch mal raus schwappt. Viel Spaß!
Text und Bilder: Birgit Bender