




Hast Du schon mal einen Domino Day im Fernsehen verfolgt? Dieses Ereignis findet seit 1998 statt und jedes Jahr wird aufs Neue versucht, einen neuen Weltrekord in einer Domino-Kettenreaktion zu erreichen. Für den Domino Day im November 2007 wird das Thema "Falling in Life" mit 4.500.000 Steinen innerhalb von zwei bis drei Monaten aufgebaut werden.
Fang selbst mal etwas kleiner an: Sicher besitzt Du das ein oder andere Dominospiel und/oder andere Holzstäbe. Das Wort Domino stammt übrigens vom lateinischen "dominus" für "Herr", und Du kannst wirklich herrliche Bahnen damit bauen. Versuch es!
Du brauchst: Bleistift und Papier für den Plan, möglichst viele Dominosteine und Holzstäbe, eine große Freifläche und ein paar Hindernisse.
Ist Dir der Domino-Effekt vertraut? Dominosteine können an ihrer Schmalseite aufgestellt werden, dann befinden sie sich in einem labilen Gleichgewicht. Das bedeutet, dass Du einen solchen Dominostein durch einen leichten Stoß umwerfen und dabei auch benachbarte Steine zum Fallen bringen kannst: Das ist der Domino-Effekt.
Ziel einer Dominobahn ist es, eine ganze Reihe oder auch Fläche derart aufgebauter Steine durch Anstoßen nur eines einzigen Steins zum Umfallen zu bringen. Die Schwierigkeit besteht dabei natürlich nicht im Umfallen lassen, sondern im Aufstellen der Steine. Für eine Dominobahn kannst Du Steine mit und ohne Augenaufdruck verwenden. Wenn die Steine verschiedene Farben haben, können sich interessante grafische Effekte ergeben.
Suche zunächst alle in Frage kommenden Dominosteine und Holzstäbe zusammen. Zähle sie durch und greif zu Papier und Bleistift. Denn für eine große Dominobahn ist ein Plan ganz wichtig. Zeichne vor, wie Deine Bahn aufgebaut sein soll, wo sie beginnt, wo Kurven und möglicherweise Hindernisse zu überwinden sind und wo sie schließlich möglichst eindrucksvoll endet.
Baue anhand des Planes Deine Bahn in Deinem Zimmer oder auf einer anderen Freifläche auf. Achte dabei auf einen möglichst gleichmäßigen Abstand zwischen den einzelnen Steinen. Wenn Du mit Deiner Bahn zufrieden bist beginnt der Countdown. Sind alle Zuschauer bereit? Dann stoße den ersten Stein an und beobachte, ob bis zum letzten Stein alle zu Fall kommen!
Der Domino-Effekt vermittelt die Illusion, dass Dein "Fingerschnippen" genügt, um eine beliebig große Wirkung zu erzielen. Tatsächlich löst es nur eine Kettenreaktion von Umwandlungen vorher gespeicherter Energie in Bewegungsenergie aus. Am Beispiel der Dominobahn bedeutet das: Zur Arbeit des Fingerschnippens musst Du die des Aufstellens aller Steine hinzurechnen.
Der Länge einer solchen Dominobahn sind physikalisch eigentlich keine Grenzen gesetzt, da jeder fallende Stein genug Energie an den nächsten abgibt, um ihn ebenfalls zu Fall zu bringen. Die Bewegungsenergie eines umfallenden Dominosteins reicht sogar, um mehrere andere umzuwerfen.
Daher muss die Bahn nicht einer Linie folgen, sondern kann sich in beliebig viele Ketten aufspalten. Praktisch begrenzt wird Deine Dominobahn eher durch die Anzahl aufgestellter Steine oder den Dir zur Verfügung stehendem Raum.
Text und Bilder: Birgit Bender