





Rost - Du entdeckst dieses Phänomen tagtäglich: Auf dem Schulweg findest Du einen verrosteten Nagel oder siehst ein rostiges Auto am Straßenrand stehen. Wahrscheinlich kannst Du am Gartenzaun Rost ausmachen und vielleicht sogar an Deinem Fahrrad. Doch kannst Du Dir erklären woher er kommt? Und wie geht er wieder weg? Geh dem Rost mal auf den Grund!
Du brauchst: Gegenstände aus Eisen oder Stahl, kleine Gefäße, Wasser, Essig, Zitronensaft, Cola und ein paar Tage Geduld.
Dazu der erste Versuch: In zwei Gefäße werden kleine Gegenstände aus Metall oder Stahl wie Nagel, Büroklammer, Nadel, Reißzwecke oder auch Eisenwolle gelegt. In einem der Gefäße werden die Gegenstände noch mit Wasser befeuchtet. Stelle beide Gefäße auf eine Fensterbank und schau täglich nach, was passiert ist.
Nach einiger Zeit rosten die mit Wasser befeuchteten Gegenstände in der Versuchsanordnung. Das überrascht Dich vermutlich nicht. Aber warum ist das so? Dabei wird in einer recht komplizierten chemischen Reaktion Sauerstoff verbraucht. Das Rosten ist also eine so genannte Oxidation, eine chemische Reaktion, bei der Wärme frei wird: Eisen + Wasser + Sauerstoff = Eisenhydroxid + Energie. Das Eisenhydroxid reagiert dann schließlich mit dem Luftsauerstoff zu Eisenoxid (Fe2O3) weiter.Als Rost bezeichnet man dann das so genannte Korrosionsprodukt, das aus Eisen oder Stahl durch Oxidation mit Sauerstoff in Gegenwart von Wasser entsteht. Rost bildet ein lockeres Gefüge mitgeringer Festigkeit. Und das Rosten hört so schnell nicht mehr auf, wenn Wasser und Luft weiter Zugang zum Material haben!
Hast Du mittlerweile genug vom Rost und möchtest so manchen Metallgegenstand gerne wieder vom Rost befreien? Dann heißt es entrosten. Aber wie? Stark gerostete Metallgegenstände können beispielsweise durch mechanisches Entrosten mit Bürsten vom Rost befreit werden. Da musst Du ordentlich schrubben.
Dem Rost kannst Du aber auch mit Säuren zu Leibe rücken. Nimm drei Schälchen: Fülle in das erste die Säure Essig, in das zweite Zitronensaft und in das dritte beispielsweise Cola, die verdünnte Phosphorsäure enthält. Lege in jedes Schälchen ein oder mehrere verrostete Metallgegenstände und beobachte wieder mehrere Tage, was passiert.
Siehe da: Der Rost löst sich! Nach einigen Tagen kannst Du die Metallgegenstände mit weit weniger Rost aus den Säuren entnehmen. In welcher Säure hat sich der Rost am besten gelöst? Im Essig. Doch leichten Rost konntest Du auch mit Zitronensaft oder Cola lösen.
Doch Säure greift nicht nur Rost, also das korrodierte Metall, an: Damit die Säure nicht das restliche Metall angreift, solltest Du die Gegenstände jetzt noch mit viel Wasser abspülen und sie danach gründlich trocken. Logo: sonst rostet es ja wieder!
Text und Bilder: Birgit Bender