

Taunusstein (st). Bei TK-LOGO erfährst Du viel über gesunde Ernährung. Dazu gehören natürlich Obst und Gemüse. Was aber ist der Unterschied zwischen Obst und Gemüse? Denn zum Obst zählen Tomaten und Paprika, obwohl Du es als Gemüse kaufst.
Wenn Dich jemand fragt, was es denn für Obstsorten in unseren Geschäften gibt, dann wirst Du vermutlich antworten: Bananen, Äpfel, Orangen und so weiter. Du kämst wahrscheinlich nie auf die Idee, zu Salatgurken und Zucchini Obst zu sagen. Aber sie gehören zum Obst.
Unter dem Begriff "Obst" versteht man die essbaren Früchte von mehrjährigen, meist in Kultur genommenen Gewächsen. Denn Obst ist botanisch die Keimzelle von Pflanzen und entsteht immer aus der Blüte, woraus sich später die Frucht mit den Samen bildet. Das Gemüse geht aus allen anderen Pflanzenteilen hervor.
Daher gehören Paprika, Tomaten, Zucchini, Kürbisse und Gurken zum Obst und beispielsweise Rhabarber zum Gemüse. Auch hier würdest Du bestimmt nicht zum Rhabarberkuchen "Gemüsekuchen" sagen. Aber es wäre richtig.
Die Wörter "Obst" und "Gemüse" selbst sagen von ihrer Herkunft her wenig oder nichts über den "feinen" botanischen Unterschied. Das Wort "Obst" kommt vom althochdeutschen Begriff "obaz". Er wurde früher für eine über das Essen hinausgehende Speise, also für irgendeine "Zukost" verwendet. Das konnte Gemüse oder Obst sein.
Das Wort "Gemüse" stammt aus dem Mittelalter und ist von "Mus" abgeleitet. Dies bedeutete so viel wie "breiige Speise". Den Begriff gibt es ja auch heute noch. Zum Beispiel: "Apfelmus".
Eines steht nach soviel "Festlegerei", "Besserwisserei" oder "who is who?" fest: Obst schmeckt lecker, Gemüse auch und beides ist gesund. Daher ist es eigentlich völlig egal, ob man zu Tomaten Obst oder Gemüse sagt. Hauptsache Du weißt, dass Tomaten "Tomaten" sind und welch köstliche Gerichte man damit zaubern kann.
Übrigens: Wozu zählen eigentlich Speisepilze? Es gibt sie im Obst- und Gemüsehandel zu kaufen, aber es sind keine Pflanzen! Nun, sie gehören ganz einfach zu den Pilzen oder dem Reich der Pilze.
Quelle: Alexander Stahr