

Mal ganz ehrlich, Kleber klebt doch nie dann, wenn Du willst. Das Pflaster löst sich im Schwimmbad und sinkt auf den Beckenboden, aber versuch mal ein Pflaster abzureißen, das ausgedient hat - aua!
Jetzt gibt es den Superkleber, der unter Wasser klebt und schmerzfrei von der Haut zu lösen ist. Dazu haben Forscher die Eigenschaften von zwei völlig verschiedenen "tierischen" Klebern vereint. Geckos und Muscheln dienten den Wissenschaftlern dabei als "Vorbilder".
Berühmt sind die Geckos für ihre Haftfüße mit denen sie an senkrechten Wänden und sogar an der Decke entlanglaufen können. Das Rätsel dieser Superhaftung wurde vor ein paar Jahren gelüftet. Winzige Härchen, die noch mal wie Mini-Pinsel aufgespalten sind, stellen eine riesige Oberfläche dar, deren Haftkräfte an anderen Oberflächen genügen, den Gecko selbst an einer Glasplatte hängen zu lassen.
"Geckel" klebt auch unter Wasser
Der Superkleber "Geckel" ist aus extrem dünnen Fäden aufgebaut, die ebenfalls eine riesige Oberfläche bieten. Aber wie kann dieses Haftvermögen auch unter Wasser funktionieren? Wenn die riesige Oberfläche der Haftfäden mit Wasser benetzt ist, entfällt die Haftwirkung mit Oberflächen.
Die Lösung für diese Frage konnte nur da gefunden werden, wo in der Natur auch unter Wasser geklebt wird. Dafür sind Muscheln berühmt. Sie haften sich mit Klebefäden unter Wasser an den unterschiedlichsten Oberflächen fest. Dabei ist die Klebkraft ganz erstaunlich.
Den Forschern ist es gelungen die Haftfäden mit dem Kleber der Muscheln zu beschichten. Und es funktioniert. "Geckel" (aus Gecko und Muschel) klebt unter Wasser 15mal besser als die Haftfäden ohne Beschichtung. Jetzt muss der Kleber nur noch zu einem vernünftigen Preis hergestellt werden.
Quelle: Nature Science Update