


Milliarden Nervenzellen arbeiten in Deinem Gehirn. Sie ermöglichen Dir zum Beispiel zu denken, zu sprechen und dass Du Dich an etwas erinnern kannst. Die fast unzähligen Nervenzellen bekommen an mehreren hundert Billionen Kontaktstellen Informationen und leiten sie chemisch und elektrisch weiter an andere Nervenzellen.
Ganz am Anfang sind all Deine Erinnerungen nur undeutliche elektrische Aktivitäten im Gehirn. Doch schnell sorgen so genannte Botenstoffe, Eiweiße und andere wichtige Stoffe in Deinem Gehirn dafür, dass schließlich ganz bestimmte Erinnerungen im Gehirn gespeichert sind. So auch Deine Erfahrungen. Sie prägen Dein Denken, Fühlen und Handeln und werden immer wieder mit neuen Erinnerungen verknüpft.
Besonders wichtig für die Erinnerung ist der Hippocampus. Das ist ein bestimmter Bereich im Gehirn, der fast so aussieht wie ein Seepferdchen. Er befindet sich in der Tiefe des Schläfenlappens. Der Hippocampus sorgt auch dafür, dass Kurzzeiterinnerungen in das Langzeitgedächtnis abgelegt werden.
Erinnerung heißt im Englischen "Memory" - egal ob im Langzeit- oder Kurzzeitgedächtnis. Und für das Geräusche-Memory brauchst Du ohnehin nur das Kurzzeitgedächtnis.
Schwarze Filmdöschen von Dia- oder Negativfilmen. Helle gehen nicht, denn man soll ja nicht hineinschauen können. Wenn Du oder jemand anderes aus Deiner Familie nicht fotografiert, dann frag im nächsten Fotogeschäft nach. Dort bekommst Du die Döschen umsonst. Für den Anfang langen 16 Stück davon. Aber je mehr Döschen Du zur Verfügung hast, desto schwieriger und natürlich spannender wird das Memory.
Für die Geräusche kannst Du alles nehmen, was in die Döschen passt. Beispielsweise Büroklammern, getrocknete Linsen, feine Nudeln, kleine Steinchen, Wasser, Sand oder Münzen.
In zwei Döschen kommt immer das Gleiche und zwar gleich viel. Also fünf Nudeln, oder acht Büroklammern, zehn Linsen, oder halb voll mit Wasser. Das ist für das Spiel sehr wichtig, damit die Döschen, die vom Inhalt her zusammen gehören, auch stets das gleiche Geräusch machen.
Es funktioniert im Prinzip genau so wie das normale Memory. Doch bevor Du alle Döschen mit dem Deckel zumachst und aufstellst, dürfen die anderen Mitspieler noch einmal in alle Döschen hineinschauen. Sie sollen sehen, was es alles zu raten gibt. Aber die Döschen noch nicht schütteln. Sonst wird es viel zu einfach.
Hineinschauen, dann die Döschen zumachen, alle durcheinander mischen und aufstellen. Jetzt musst Du noch überlegen, wer anfängt. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel, dass derjenige anfängt, der links neben dem jüngsten Spieler sitzt. Der erste Spieler darf nacheinander zwei Döschen in die Hand nehmen und schütteln.
Er sagt, was er denkt, was im Döschen ist. Alle Mitspieler müssen hören können, welches Geräusch die zwei Döschen beim Schütteln machen. Hat der erste Spieler zwei gleiche Geräusche gefunden, darf er die Döschen zu sich nehmen, öffnen und noch einmal drankommen. Wenn nicht, ist der Nächste dran. Gewonnen hat, wer die meisten gleichen Geräusch-Döschen findet.
Text und Bilder: Alexander Stahr