
Lässt Du gerne Drachen steigen? Bunte Drachen am Himmel gehören zum Herbst oder auch zum Urlaub am Meer. Es gibt unzählige Drachenformen. Unterschieden wird zunächst einmal zwischen Drachen, die an einer Leine geflogen werden, den so genannten Standdrachen und Drachen, die an zwei oder mehr Leinen geflogen werden, den Lenkdrachen.
Drachen können die Form von Vögeln haben oder wie Kästen aussehen. Am verbreitetsten sind die rautenförmigen Drachen. Bau Dir doch ein paar neue Drachenmodelle!
Dazu brauchst Du:
Papiertüten, Plastikfolie, Stoff oder Kunststoffe aus dem Bastelladen,
Pappe, dünne Holzrundstäbe (etwa fünf Millimeter Durchmesser),
Klebeband und natürlich Drachenschnur.
Wähle Plastik oder ein anderes Material. Schneide daraus eine Raute oder ein Quadrat mit einem Loch in der Mitte. Schneide die Holzrundstäbe zurecht, und binde sie mit Drachenschnur zu einem Kreuz. Befestige sie noch mit Klebeband an den Ecken Deines Drachens. Binde an jeder Ecke eine Schnur fest und alle vier an der Drachenschnur zusammen. Mit Farbe und angeklebten Drachenschwänzen kannst Du Deinen Drachen noch beliebig verschönern.
Schneide in den Boden einer einfachen Papiertüte eine runde Öffnung. Schneide einen Ring oder einen rechteckigen Rahmen aus Pappe aus, der in diese Öffnung passt. Binde an diesen gleichmäßig verteilt vier Schnüre. Befestige diese auch an der Drachenschnur. Klebe den Ring nun am Tütenboden fest. Schneide noch Streifen oder Muster ins Ende der Tüte. Auch diesen Drachen kannst Du natürlich noch bunt bemalen und mit Bändern versehen.
Darstellungen von Drachen gab es in China schon vor etwa 3.000 Jahren. Sie zeigen beispielsweise Krieger, die in große Drachen gebunden waren, um aus der Höhe den Feind zu beobachten. Man nimmt auch an, dass die Reichen und Mächtigen in China an Drachen gefallen fanden: Denn es wurden aus sehr teuren Materialien wie Seide Drachen hergestellt.
Mit der Erfindung des Papiers verbreitete sich der Drachen bald in ganz Asien und wurde auch weltweit schnell ein beliebtes Spielzeug. Heute noch ist im asiatischen Raum das Drachen steigen lassen Tradition auf vielen Festen.
Es gibt auch sportliche Wettbewerbe mit Drachen, so genannte Drachenkämpfe. In Japan kämpfen beispielsweise ganze Dorfmannschaften mit großen Drachen aus Bambus und Papier gegeneinander. Dabei versuchen sie, den Drachen des Gegners zu Boden zu bringen.
Aber auch bei uns ist das Drachen steigen lassen schon lange beliebt. Die erste typische Art in Deutschland gab es in Form von Adlern und anderen Vögeln. Und bei uns gibt es auch Drachenclubs und Drachenwettkämpfe, vielleicht in Deiner Nähe.
Dass Drachen nur gegen den Wind fliegen, weißt Du sicherlich. Dein Drachenfeld sollte auf ebenen Gelände liegen, möglichst ohne hohe Gebäude oder Bäume drum herum. Die Nähe von Straßen, Bahngleisen und Stromleitungen solltest Du unbedingt meiden. In einem Umkreis von drei Kilometern um Flughäfen ist das Drachensteigen sogar verboten.
Achte darauf, dass sich im Umkreis der Leinenlänge sich nichts befindet, was der Drachen beim Abstürzen beschädigen könnte. Lass Deinen Drachen auch nicht über den Köpfen von Zuschauern fliegen. Bei Lenkdrachen brauchst Du Abstand zum nächsten Drachenflieger, damit kein Leinensalat entsteht.
Wenn Du Lust hast, dann kannst Du ja mal Deine eigenen Erfahrungen im Drachen-Bau den anderen TK-LOGO-Lesern in unserem Forum mitteilen. Welcher Drache fliegt am Besten?
Text und Bilder: Birgit Bender