Not macht erfinderisch: Weil das Meer ihnen zu wenig Wellengang zum Surfen bot, bauten sich amerikanische Studenten vor etwa fünfzig Jahren das Skateboard. Heute ist der Sport überall auf der Welt weit verbreitet.
Skateboard heißt übersetzt so viel wie „Gleitbrett." Skater - wie die Fahrer genannt werden - gleiten also mit dem rollenden Brett über Rampen, Parkplätze oder Bürgersteige. Oder sie trainieren Kunststücke auf einer extra dafür angelegten Rampe. Hast du auch schon einmal auf einem Skateboard gestanden? Wenn nicht, wird es höchste Zeit!
Ohne Ausrüstung geht nix
Bevor Du startest, kümmere Dich um eine Schutzausrüstung, die perfekt sitzt. Sie schützt vor Schürfwunden und gebrochenen Knochen. Außerdem verleiht sie Dir ein Gefühl von Sicherheit. Geschützt traust Du Dir selbst mehr zu, die Angst vor den ersten Übungen schwindet.
Eine komplette Ausrüstung besteht aus:
- Helm
- Ellenbogenschoner
- Handgelenkschoner
- Knieschoner
Erste ÜbungenBeim ersten Mal solltest Du zunächst üben, sicher auf dem Brett zu stehen. Entscheide, welcher Fuß beim Fahren vorn auf dem Brett steht. Das ist der Führfuß. Der hintere Fuß heißt Schwungfuß. Wähle die Position, in der Du Dich am sichersten fühlst.
Im zweiten Schritt holst Du Schwung - das geht mit dem Board ähnlich wie mit einem Tretroller. Dein Führfuß steht vorn fest auf dem Brett, der Schwungfuß stößt sich vom Boden ab. Das Körpergewicht ist auf Deinen Führfuß verlagert.
Richtig stehenHast Du mit Deinem Skateboard genug Fahrt aufgenommen, stellst Du den Schwungfuß hinten auf dem Board ab, und zwar im rechten Winkel zu Deinem Skateboard.
Jetzt drehst Du auch den vorderen Fuß seitlich zur Fahrtrichtung. Die Fußspitzen sollten dabei vorn mit dem Brettrand abschließen, also nicht überstehen.
Wenn Du Dein Körpergewicht verlagerst, kannst Du Dein Skateboard lenken. Willst Du absteigen, drehe den Führfuß in Fahrtrichtung und steige mit dem hinteren Fuß ab.
Geschichte des Skatens Erstmals tauchte Skateboarding in den 50er Jahren in den USA auf. Anfang der 60er Jahre gab es in den USA dann einen wahren Boom - das heißt, dass plötzlich ganz viele Jugendliche nur noch mit dem Skateboard unterwegs waren. Nach Europa und Deutschland schwappte die Skateboard-Welle in den 70er Jahren über. In München wurde 1977 der erste Skate-Park eröffnet.
Von Anfang an mit professioneller HilfeAm besten lernst Du das Fahren und die Tricks für die Rampe in einem Skateboardkurs. Er dauert eineinhalb bis drei Stunden, kostet zwischen 15 und 35 Euro und findet in allen größeren Städten in Skateboardschulen oder -Parks statt. Teilweise gibt es dort Ferienkurse, Workshops oder wöchentliche Trainings. Das Material, also Skateboard und Schutzausrüstung, kannst Du Dir meist vor Ort leihen. Tipp: Frage den Kursleiter, welche Plätze in Deiner Stadt besonders geeignet zum Trainieren sind!
Skateboarding ist der richtige Sport für Dich, wenn Du sportlich fit werden willst, Tricks und Kunststücke magst und Deinen Körper gut im Griff hast. Wenn Du Dein Gleichgewicht gut halten kannst, erleichtert Dir das die ersten Gehversuche auf dem Brett.
Trendiger Großstadtsport
Egal, ob du in Münster, Jena, Köln, Leipzig oder vielleicht in einer kleineren Stadt lebst - Skater und Skaterschulen gibt es fast überall. Insgesamt skaten in Deutschland gut eine Million Kinder und Jugendliche, etwa jeder Fünfte sogar täglich. Die meisten Leute finden Skaten zwischen zwölf und vierzehn Jahren cool. Es gibt aber auch schon Siebenjährige, die richtig gut skaten können.
Skaten – nicht nur was für Jungs!Bisher sind die meisten Skater Jungs. Damit zukünftig auch mehr Mädchen auf die Bretter gehen, richten Betreiber von Skate-Parks und -Hallen zunehmend Zeiten ein, in denen nur Mädchen fahren dürfen. Außerdem gibt es spezielle Girls' Contests, also Skaterwettkämpfe nur für Mädchen. Also, Mädchen: nur Mut und rauf aufs Board!
Text: Beate Wagner
Weitere Infos und Veranstaltungstipps erhältst Du zum Beispiel hier:
Skatehalle-Berlin
Skateboardschule.de