
"Wir sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht" - kennst Du das Sprichwort? Es besagt, dass wir einen Gegenstand nicht sehen, obwohl er direkt vor uns liegt. Tatsächlich gibt es im Wald Unmengen von Schätzen zu entdecken. Doch wir nehmen sie nur selten wahr.
Dabei ist der Wald ein riesiger Abenteuerspielplatz. Es raschelt und knackt überall, es duftet nach Erde und frischem Grün, es ist immer angenehm kühl. Die Sonnenstrahlen, die durch das Blätterdach scheinen, sorgen abwechselnd für Licht und Schatten auf dem Boden. Im Wald gibt es so es viel zu entdecken und zu spielen. Schaut selbst!

Nun legen die Kinder der ersten Gruppe zwei der Schätze aus dem Wald auf das Tuch und mischen noch zwei Gegenstände von Zuhause darunter. Passt auf, dass die übrigen Sachen von der anderen Gruppe nicht gesehen werden können!
Ein Kind aus der zweiten Gruppe bekommt derweil die Augen verbunden und schlüpft in die Rolle des Ratenden. Es nimmt ein Fundstück vom Tuch und versucht es zu ertasten. Gelingt das nicht, geben ihm die anderen Tipps: Der Gegenstand wächst am Boden, schwebt in der Luft oder er gehört nicht in den Wald.... Mehr als fünf Hinweise sind aber nicht erlaubt. Für jeden richtig erkannten Schatz erhält die Gruppe einen Punkt.
Errät das Kind den richtigen Begriff trotz der Hinweise nicht, erhält es eine zweite Chance: Es darf einen weiteren Gegenstand ertasten und aufs Neue sein Glück versuchen. Dann werden die Rollen getauscht: Die Kinder aus der zweiten Gruppe wählen jetzt die Schätze aus und ein Kind aus der ersten Gruppe muss raten.
Danach wird wieder gewechselt. Spielt so lange, bis jeder mindestens einmal dran war. Gewonnen hat die Gruppe, in der die meisten Schätze erraten wurden.
Eure Eltern nehmen die Zeit. Wenn sie laut „Start" rufen, lauscht Ihr nur noch den Stimmen des Waldes. Hört Ihr, wie der Kuckuck ruft? Hört Ihr, wie die Baumstämme knarren und die Blätter rauschen? Immer, wenn Ihr ein neues Geräusch wahrnehmt, streckt einen Finger aus. Nach drei Minuten rufen Eure Eltern laut "Stopp".
Nun öffnet die Augen und seht Euch um: Welches Kind hat die meisten Finger ausgestreckt? Wer hat die meisten Laute gehört? Versucht, die Geräusche einzuordnen und erklärt sie Euch gegenseitig: Was genau hat da im Laub geraschelt - ein Vogel oder eine Maus? Wer hört den rauschenden Wind, wer den plätschernden Bach?
Zum Schluss dreht Ihr den Spieß um: Ein Kind gibt vor, auf welches Geräusch die anderen achten sollen. Gewinner ist, wer das Geräusch zuerst erkennt.
Text: Beate Wagner