Psychologen raten außerdem:• Kinder sollten mit ihren Vertrauenslehrern oder Schulpsychologen sprechen. Vielleicht haben sie noch Tipps, die in der Familie bisher noch nicht diskutiert wurden.
• Kinder, die aus Frust essen, sollten sich mit ihrer Familie oder mit Freunden zum gemeinsamen Kochen verabreden. Das macht nicht nur Spaß, sondern hilft, wieder Spaß an dem gemeinsamen Erlebnis Essen zu haben.
• Wichtig ist, die Naschereien im Alltag in den Griff zu bekommen: Natürlich sind auch mal Schokolade oder andere Süßigkeiten erlaubt. Wichtig aber ist, dass es nicht Gewohnheit bleibt, immer dann zu viel, zu schnell oder heimlich davon zu essen, wenn man sich schlecht fühlt.
• Außerdem kann ein Hobby oder Sport helfen. In der Gemeinschaft mit anderen findet man neue Freunde, stellt sich neuen Herausforderungen und hat Erfolgserlebnisse.
Meike kommt inzwischen ohne ihre "Seelentröster" aus. Sie hat den Mut gefasst und sich ihrer Klassenlehrerin anvertraut. Die Lehrerin lud sie daraufhin in die Theatergruppe der Schule ein, in der Meike heute zweimal die Woche mit großer Begeisterung spielt. Ihr Süßigkeiten-Versteck unter dem Schrank hat sie aufgelöst.
Text: Beate Wagner