
Ute Hübschmann-Mehl (ganz rechts) und ihr Praxisteam.
© Hübschmann-Mehl
Warum werden Kinder oft krank?
Ute Hübschmann-Mehl: Nach der Geburt kommt ein Kind mit vielen Keimen (Bakterien und Viren) und Stoffen in Kontakt, die es im Bauch der Mutter nicht gibt. Der Körper muss erst lernen, diese zu erkennen und abzuwehren. In den ersten Monaten - in denen das Baby gestillt wird - helfen ihm dabei Abwehrstoffe aus der Muttermilch. Später baut sich das kindliche Immunsystem eine eigene "Schutztruppe" auf.
Kommt das Kind in dieser Zeit mit fremden Krankheitserregern in Kontakt, kann es diese noch nicht immer erfolgreich abschütteln. Die Keime dringen in den Körper ein, das Kind wird krank. Mit den Jahren kann es körperfremde Keime immer besser bekämpfen, weil sich der Körper merkt, wie das funktioniert und sich so vor Krankheiten schützen.
Warum müssen auch Kinder zum Kinderarzt, wenn sie gesund sind?
Ute Hübschmann-Mehl: Ein Kinderarzt erkennt und behandelt Krankheiten, das ist klar. Darüber hinaus untersucht er, ob sich die Kinder gesund entwickeln. Er prüft also, ob...
• ...sie sich dem Alter entsprechend bewegen.
• ...sie sprechen lernen.
• ...sie gut sehen und hören können.
• ... ihre Organe richtig funktionieren.
Um das Wachstum stetig zu verfolgen, bestellt der Arzt die Kinder regelmäßig zu solchen Vorsorgeuntersuchungen in die Praxis. Bis zum 14. Lebensjahr insgesamt 13 Mal. Außerdem impft der Kinderarzt die Kinder gegen ansteckende Krankheiten. Auch dazu kommen die Kinder gesund in die Praxis.