Warum Greenwich?
Die Weltzeituhr in Berlin am Alexanderplatz. Sie besteht aus einem dreigeteilten Zylinder - oben und unten sind bekannte Städte der Welt eingefräst. Es gibt 24 Seiten, die den 24 Zeitzonen entsprechen. Der mittlere Ring mit den Uhrzeiten dreht sich entsprechend. Man sieht also, wie spät es gerade in anderen Ländern ist.
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Die Zeit, die in Greenwich gemessen wird, heißt "Greenwich Mean Time", kurz GMT.
Das ist Englisch und bedeutet so viel wie "mittlere Zeit in Greenwich". Um 12 Uhr GMT steht die Sonne direkt über dem Null-Meridian und hat dabei ihren höchsten Stand. Da die Bezeichnung GMT jedoch veraltet ist, spricht man heute von der "Coordinated Universal Time", kurz UTC, also koordinierte Weltzeit.
Auf der Internationalen Meridian Konferenz in Washington D.C. beschloss man 1884, dass Greenwich das Zentrum der internationalen Zeitrechnung werden soll. Hier wurden auch die 24 Zeitzonen festgelegt. Vorher hatte jedes Land ohne Absprache mit den anderen seine eigene Uhrzeit festgelegt, die sich am Stand der Sonne orientierte. So war es überall unterschiedlich spät und niemand wusste genau, wie spät es im Nachbarland oder gar auf anderen Kontinenten war. Als die Menschen vermehrt Handel trieben und reisten, stellten Sie fest, dass eine einheitliche Zeitfestlegung ziemlich praktisch ist. In Europa stellen die meisten Menschen ihre Uhr nach der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ). Sie liegt eine östliche Zeitzone, also eine Stunde vor der UTC. Die korrekte Zeitzonenangabe für Deutschland lautet daher UTC+1.
Text: Beate Wagner