
Fische werden immer kleiner. Forscher nennen als Gründe den Klimawandel und die Überfischung
© Corinna Wodrich
In den vergangenen Jahrzehnten sind einige Fischarten immer mehr geschrumpft. Ein paar haben sogar bereits die Hälfte ihres Körpergewichts verloren. Dazu zählen Fische aus europäischen Flüssen, aber auch aus der Nord- und Ostsee, berichten französische Forscher. Durch die geringe Körpergröße können die Fische weniger Eier legen und sind deshalb auch nicht mehr so zahlreich vorhanden wie früher. Ihre Population, also ihr Bestand ist kleiner geworden. Dadurch haben Raubfische weniger zu fressen, aber auch Menschen sind davon betroffen, denn: Fische, die auf ihrem Speiseplan stehen, gibt es vielleicht bald nicht mehr. Auch Bakterien und Plankton in Salz- und Süßwasser sind kleiner geworden. Grund dafür ist nach Aussage der Forscher die fortschreitene Erwärmung der Erde - den Begriff
Klimawandel hast Du vielleicht schon mal gehört.
Auch Überfischung ist schuld
Die Größenveränderung ist aber nicht der einzige Grund dafür, dass die Fischbestände in Nord- und Ostsee um durchschnittlich 60 Prozent, also um mehr als die Hälfte zurückgegangen sind. Auch die
Überfischung der Meere führt dazu, dass einige Fischarten gefährdet
sind und nicht mehr gegessen werden sollten. Überfischung bedeutet,
dass zu viele Fische gefangen werden. Es müssen aber immer genug Fische
übrig bleiben, die für Nachkommen sorgen - das ist bei einigen Fischarten leider nicht so. Laut der
Naturschutzorganisation "World Wide Fund For Nature" (WWF) sind derzeit folgende Fische gefährdet:
Kabeljau, Schellfisch und Scholle.
Wissenschaftler aus den USA glauben aber auch, dass die Fangmethode eine große Rolle spielt: Große Fische sind bei Fischern beliebter als kleine Fische - sie werden somit öfter gefangen. Viele kleine Fische bleiben in den Fangnetzen erst gar nicht stecken, weil die Netze zu große Maschen haben. Es bleiben also eher kleine Fische im Meer, die Nachkommen produzieren können.