
2008 war das letzte Schaltjahr - Du kannst es selbst nachrechnen: 2008 ist durch 4 teilbar, aber nicht durch 100.
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Neue Regeln für Schaltjahre
Nun war es allerdings 11 Minuten zu lang. Auf die Dauer machte sich auch diese kleine Differenz bemerkbar. Im Verlauf von einigen Jahrhunderten verschob sich deshalb der Frühlingsanfang vom 21. März immer mehr in Richtung Februar. Im Jahr 1582 schließlich waren schon zehn Tage zusammengekommen. Da schritt Papst Gregor der XIII. ein. Er ließ einen neuen, den Gregorianischen Kalender berechnen, nach dem wir auch heute noch leben. Mit einem großen Ruck verschob er die Tage so, dass sie wieder zu den Jahreszeiten passten: Er ließ zehn Tage ausfallen. Und so folgte auf den 4. Oktober 1582 gleich der 15. Oktober 1582.
Damit eine solch ungewöhnliche Maßnahme nicht noch einmal nötig wurde, entwickelten Astronomen auch neue Regeln für die Schaltjahre. Sie waren etwas komplizierter, als die von Julius Caesar, dafür aber auch sehr viel genauer. Für ein Schaltjahr, das um einen Tag verlängert wurde, mussten folgende Bedingungen erfüllt sein:
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Die Jahreszahl muss durch 4 teilbar sein,
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wenn sie zusätzlich durch 100 teilbar ist, ist es kein Schaltjahr,
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es sei denn, sie ist durch 400 teilbar.
Mit dieser neuen Regel kommt es erst ungefähr alle 3300 Jahre zu einer Verschiebung von einem Tag gegenüber dem Sonnenjahr. Obwohl die Idee also gut war, fand der neue Kalender nur langsam Verbreitung. Denn Papst Gregor XIII. war katholisch, und in orthodoxen, jüdischen oder islamischen Ländern hatte er keine Autorität. So hat es bis ins letzte Jahrhundert gedauert, bis sich dieser Kalender überall durchsetzte.
Vom Julianischen Kalender ist übrigens noch das orthodoxe Weihnachtsfest übrig geblieben: Es findet derzeit am 7. Januar statt, rund 13 Tage nach dem 25. Dezember.