
Von Köln nach Frankfurt - wie lange dauert es?
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Wer von Euch schon mal Zug gefahren ist, kennt das Problem vielleicht: Der Zug fährt um 22 Uhr 47 in Köln los, die Fahrzeit beträgt 3 Stunden 26 Minuten. Wann kommt der Zug in Frankfurt an? 22,47 + 3,26 = 25,73. 25 Uhr 73? Schön wär's, wenn's so einfach ginge. Das Rechnen mit Uhrzeiten grenzt schon fast an Gehirnjogging. Dabei brauchen wir es doch ständig, um nicht zu spät zu kommen und abschätzen zu können, wie viel Zeit zwischen zwei Terminen liegt.
Immer Ärger beim Umrechnen
Was uns dabei einen Strich durch die einfache Rechnung macht, ist das
Sexagesimalsystem. So heißt das Zahlsystem zur Basis 60 ("sexagesimus"
ist lateinisch für "der sechzigste"). In den meisten Bereichen unseres
alltäglichen Lebens benutzen wir das Dezimalsystem mit der Basis 10
("dezimus" ist lateinisch für "der zehnte"): Wenn wir etwas wiegen,
sind 1000 Gramm ein Kilogramm, wenn wir laufen, sind 1000 Meter ein
Kilometer – alles geht im Rhythmus von 10, 100 oder 1000. Nur die
Uhrzeit tanzt aus der Reihe, und mit ihr die Kreiswinkel in der
Geometrie. Dass hier alles mit der 60 geht, liegt wieder einmal an den
Babyloniern.
Für sie hatten die Zahlen 12 und 60 eine besondere Bedeutung. Die 12
galt den Menschen schon immer, ähnlich wie die 7, als eine heilige Zahl
für Vollkommenheit. Das hat seinen Ursprung möglicherweise in der
Beobachtung, dass ungefähr 12 Mondzyklen in ein Sonnenjahr passen –
nicht ganz genau, aber es sind 12 und ein bisschen und nicht 13.
Außerdem hat die 12 vier echte Teiler. Das ist ganz schön viel für so
eine vergleichsweise kleine Zahl. Ihr könnt es ausprobieren: 2, 3, 4
und 6.