Sternenbeobachtung ohne Fernrohr
Das Weltbild nach Brahe in einer Darstellung aus dem 17. Jahrhundert.
© Wikipedia (gemeinfrei)
Seine Entdeckung machte Brahe damals schnell bekannt. So kam es, dass ihn der damalige König Friedrich II zu seinem Hofastronom machte. Nun konnte der Astronom nicht nur neue und viel genauere Instrumente selbst bauen, sondern richtete auch eine Druckerei ein, in der er seine Bücher druckte. Doch ein Fernrohr oder gar ein Teleskop hatte er nie. Es wurde erst später von dem Italiener Galileo Galilei erfunden. Genau deshalb ist Brahes Forschung bis heute erstaunlich: Mit seinen eigenen Instrumenten, die teilweise so groß waren wie Häuser, maß er die Positionen der Sterne am Himmel so genau wie niemand zuvor. Immer wieder schaute er sich die gleichen Himmelskörper an und verglich seine Beobachtungen miteinander. Die Sorgfalt seiner Arbeit hatte einen enormen Wert für spätere Wissenschaftler. Besonders seine Daten zum Mars ermöglichten es seinem späteren Assistenten und Nachfolger, Johannes Kepler, die Bahn des Mars zu berechnen und die Gesetze der Planetenbewegung zu benennen.