Wenn sich Menschen anfreunden, sagt man, sie knüpfen Freundschaft. Vielleicht kennst Du diesen bildlichen Ausdruck? Knüpfen im wörtlichen Sinn kannst Du Freundschaftsbänder. Freundinnen und Freunde tragen sie gern als Zeichen ihrer Verbundenheit. Du kannst sie selbst machen und verschenken oder natürlich auch als schönen Schmuck selbst behalten. TK-Logo zeigt Dir eine ganz einfache Variante, die auf jeden Fall gelingt!

Quer gestreifte Freundschaftsbänder kannst Du leicht selbst knüpfen!
© icomedias
Um ein Freundschaftsband zu knoten, brauchst Du:
- ein Garn,
- eine Schere,
- eine Sicherheitsnadel,
- und etwas Geduld, denn Du musst ganz schön viele Knoten machen.
Strickgarn eignet sich gut zum Knüpfen. Je stärker, also dicker, das Garn ist, desto einfacher ist das Knoten. Du kannst aber auch mal ein anderes Material wie Wolle oder Bast ausprobieren. Als erstes entscheidest Du, wie viele verschiedene Farben Du verwenden möchtest. Wir haben für unser Beispiel blaues und gelbes Strickgarn verwendet.
Übrigens Je mehr Fäden Du nimmst, desto breiter wird das Band. Mit sechs Strickgarnfäden wird das Freundschaftsband zum Beispiel ungefähr acht Millimeter breit. Wenn Du sehr viele Fäden verwendest, dauert das Knoten natürlich länger. Außerdem kannst Du Dich schneller verheddern. Für Dein allererstes Band, sind sechs Fäden ein guter Anfang.
Die richtige LängeMit der Schere schneidest Du das Garn in sechs gleich lange Fäden: drei blaue und drei gelbe Fäden. Wie lang die Fäden sein müssen, hängt davon ab, wie breit das Handgelenk von demjenigen ist, der das Band tragen soll. Rund 80 Zentimeter sollten es aber schon sein. Die Devise lautet: Lieber zu lang als zu kurz - denn es wäre doch ärgerlich, wenn Du fertig bist und dann merkst, dass das Band zu kurz ist. Die sechs Fäden knotest Du oben zusammen. Aber Achtung: nicht ganz oben, sondern erst nach etwa 10 Zentimetern. Denn das Stück darüber brauchst Du später noch, um eine Art Verschluss zu flechten.
Vorsichtig befestigen
Damit das Band beim Knüpfen nicht wegrutscht, befestigst Du den Knoten
mit der Sicherheitsnadel an einem Kissen oder an Deiner Hose - dabei
musst Du gut aufpassen, dass Du Dich nicht piekst! Du kannst das obere
Ende auch an etwas festbinden - dazu brauchst Du etwas mehr Faden
oberhalb des Knotens.
Fäden sortierenJetzt kann es losgehen. Bei dieser Knüpfvariante, die wir vorstellen, entstehen schräge Querstreifen. Du ordnest daher als erstes die Fäden in die Farbreihenfolge, die Du auch im fertigen Band haben möchtest. In unserem Beispiel sieht das von links nach rechts so aus: blau, gelb, blau, gelb, blau, gelb.
Knoten für KnotenDu fängst nun mit dem blauen Faden an, der ganz links liegt. Er ist in der ersten Runde der sogenannte Führungsfaden. Du knotest ihn jetzt von links nach rechts nacheinander um jeden der fünf anderen Fäden. Jeder einzelne Knoten geht ganz einfach: Du legst den Führungsfaden über den anderen Faden und ziehst ihn dann von unten durch die entstehende Schlaufe nach oben und fest. Wie das genau geht, siehst Du auf den Fotos. Das machst Du bei jedem der fünf Fäden von links nach rechts, so dass der Führungsfaden nach rechts wandert. So entsteht ein Querstreifen. Nach dieser Runde muss der Führungsfaden also ganz rechts liegen.
Neue RundeNun beginnt die zweite Runde: Du beginnst wieder mit dem Faden, der ganz links liegt (jetzt gelb). Er ist der neue Führungsfaden. Auch ihn knotest Du nacheinander um jeden der anderen Fäden, bis er ganz rechts liegt. So ändern die Fäden Runde für Runde ihren Platz. Du machst so viele Runden, bis das Band die gewünschte Länge hat. Am Ende teilst Du die sechs Fäden auf und flechtest aus den Fäden einen kurzen Zopf. Auch am oberen Ende öffnest Du den Knoten und flechtest ebenfalls die Fäden. Die beiden Zöpfe bilden den Verschluss des Armbandes. Nun kannst Du es tragen oder verschenken. Viel Spaß!
Text: Kirsten Menzel