Erfrischungsgetränke gibt es in vielen verschiedenen Formen. Die Bandbreite reicht von Limonade über Fruchtsaft, Fruchtsaftgetränk, Fruchtschorle bis zur Brause. Lecker sind fast alle diese Getränke, aber sind sie auch gesund?
Viele Erfrischungsgetränke enthalten Unmengen an Zucker - werden sie zu häufig getrunken, können sie Karies fördern und zu Übergewicht führen. Es ist aber auch gar nicht so einfach, im Supermarkt den Überblick zu behalten: Welche Erfrischungsgetränke haben besonders viel oder eher wenig Zucker? Welche sind gesund? TK-Logo verschafft Dir einen Überblick:
Übrigens Ein Liter Cola enthält zwischen 100 und 120 Gramm Zucker, das entspricht etwa 30 bis 40 Stücken Würfelzucker! Tipp: Die Hinweise auf den Etiketten oder Verpackungen der Getränke geben Auskunft über Zucker- und Koffeingehalt.
Limonaden: Nur in Maßen und mit Vorsicht zu genießenSie prickeln im Mund: Limonaden. Ob Orange, Apfel, Zitrone, Waldbeere, Grapefruit oder Limette - es gibt viele Geschmacksrichtungen. Limonaden sind Erfrischungsgetränke, die aus Wasser, Zucker, Aromen und Fruchtanteilen bestehen. Meist sind Limonaden sehr stark gesüßt und enthalten nur selten echten Fruchtsaft. Für den Geschmack sorgen vielmehr die beigemengten Aromastoffe, die im Labor hergestellt werden. Aromen sind zwar nicht unbedingt schädlich, aber auch nicht gesund. Dass Limonaden trotz ihrer enormen Süße erfrischend sind, liegt an den kleinen Gasbläschen der Kohlensäure, die auf der Zunge kribbeln.
Übrigens zählt auch Cola zu den Limonaden, genauer gesagt zu den koffeinhaltigen Limonaden. Koffein ist eine natürliche Substanz, die in der Kaffeebohne, im Tee oder der Schlingpflanze Guarana vorkommt. Weil Koffein das Herz und das zentrale Nervensystem anregt, sollten koffeinhaltige Getränke nur in Maßen getrunken werden - sonst kann es zu Unruhe, Herzklopfen und Schlafstörungen kommen.
Fruchtsäfte: Für den Vitamin-KickFruchtsäfte sind aus Obst hergestellte Säfte und sehr vitaminreich. Als Saft darf nur ein Getränk bezeichnet werden, dass zu 100 Prozent - also unvermischt - aus dem Fruchtsaft und Fruchtfleisch der Früchte stammt. Bei der Herstellung von Fruchtsaft wird häufig der Fruchtsaft eingedickt. Dieser dickflüssige Fruchtsaft nennt sich dann Konzentrat. Durch die Herstellung von Konzentrat werden Lagerraum und Transportkosten gespart. Später kann das Konzentrat für den Verkauf wieder verdünnt werden. Bleibt der Saft nach der Pressung unverändert, dann nennt man ihn auch Direktsaft. Eigentlich reicht die Süße der Früchte vollkommen aus, doch manche Säfte werden zusätzlich noch gezuckert. Das wird dann auf der Verpackung angegeben mit "gezuckert" oder "mit Zuckerzusatz". Gesünder sind aber Säfte "ohne Zuckerzusatz".
Besser als klarer ist übrigens naturtrüber Fruchtsaft! Denn damit Fruchtsäfte völlig klar werden, müssen sie behandelt werden - ein Prozess, bei dem viele gesunde Stoffe der Frucht verloren gehen!
Nektar & Fruchtsaftgetränke: Fruchtzuckrige AngelegenheitNeben dem Fruchtsaft gibt es auch verdünnte Getränke, die nur einen Saftanteil besitzen. Dazu zählen Nektar und Fruchtsaftgetränke. Beide werden mit Zuckerwasser verdünnt, wobei Fruchtsaftgetränke noch weniger Frucht enthalten als Nektar. Diese Getränke lassen sich viel billiger herstellen als reiner Fruchtsaft, deshalb sind sie im Supermarkt auch günstiger als Fruchtsaft. Durch den Zuckerzusatz und dem geringen Anteil Frucht sind sie allerdings auch weniger gesund als Fruchtsaft.
Tipps Reiner Traubensaft ist pur sehr süß. Viel besser - und immer noch süß - schmeckt er als Schorle! Probier auch mal verschiedene Säfte in einer Schorle aus, zum Beispiel: Mango und Ananas, gemischt mit Mineralwasser.
Fruchtschorlen: Echte DurstlöscherNicht nur Sportler lieben dieses Erfrischungsgetränk. Die Fruchtschorle, auch Saftschorle oder Fruchtsaftschorle genannt, ist eine Mischung aus Mineralwasser und Fruchtsaft - und sehr erfrischend! Gesund sind sie auch, denn so bekommt der Körper Wasser und die Vitamine der Frucht. Fruchtschorlen können ganz leicht selbst und nach eigenem Geschmack gemischt werden. Durch den Anteil Wasser haben sie weniger Kalorien als reine Fruchtsäfte und löschen den Durst besser, weil sie nicht so süß sind. Fruchtschorlen sind sehr beliebt, deshalb bieten Getränkehersteller sie bereits fertig abgefüllt an. Aber auch hier gilt: „Ohne Zuckerzusatz" ist gesünder.
Brause: Achtung, künstliche Zuckerbombe!Im Gegensatz zu Fruchtsaft wird die kohlensäurehaltige Brause nicht aus natürlichen Stoffen hergestellt. Sie enthält künstliche Aroma- und Farbstoffe, die im Labor hergestellt werden. Brause erkennst Du daran, dass Angaben wie „mit Waldmeister-Geschmack" oder „mit Waldmeister-Aroma" auf dem Etikett oder der Verpackung stehen. Brause enthält viel zu viel Zucker - Du solltest sie deshalb nur ausnahmsweise trinken.
Das wichtigste Getränk bleibt das WasserWasser ist für Menschen lebensnotwendig. Wir müssen täglich regelmäßig Flüssigkeit zu uns nehmen, um nicht auszutrocknen. Der menschliche Körper besteht selbst zu 50 bis 80 Prozent aus Wasser - je jünger der Mensch ist, desto höher ist der Wasseranteil. Da der Mensch täglich Wasser ausscheidet, muss es wieder ersetzt werden. Der Körper kann nämlich nicht auf eigene Wasserreserven zurückgreifen.
Als Faustregel gilt: Süße Getränke nur in Maßen, also nicht jeden Tag. Es gibt aber auch noch eine andere Möglichkeit, ein leckeres Erfrischungsgetränk zu zaubern: Limo selbst gemacht!
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Wie viel muss ich am Tag trinken? Einen bis eineinhalb Liter Flüssigkeit braucht Dein Körper am Tag. Das entspricht etwa sieben Gläsern. Wenn es sehr heiß ist und Du viel schwitzt oder Sport machst, dürfen es ruhig neun Gläser sein. Am besten sind Mineralwasser, Fruchtschorlen sowie ungesüßte Früchte- und Kräutertees.