
"Ganz Ohr sein" bedeutet, dass man zuhört.
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Eigentlich macht ein Zuhörer doch gar nichts, oder? Wenn Du Menschen, die sich unterhalten, genau beobachtest, wirst Du feststellen, dass ein Zuhörer doch einiges tut. Zum Beispiel gibt er dem Sprecher Zeichen, dass er zuhört, indem er ihn anschaut, mit dem Kopf nickt, „hmmh" macht oder kurze Antworten gibt wie „stimmt" oder „ach ja".
Die eigentliche Leistung des Zuhörers geschieht aber im Kopf. Denn er muss sich auf das konzentrieren, was der Sprecher sagt und er muss versuchen, das Gesprochene zu verstehen. Wie Du bestimmt aus dem Unterricht weißt, kann Zuhören auch anstrengend sein - gut, dass es in der Schule Pausen gibt!
Zuhören ist nicht passiv
Der US-amerikanische Psychologe Thomas Gordon wurde berühmt mit seiner Idee des „aktiven Zuhörens". In seinen Büchern erklärt er, dass Zuhören eben nicht passiv ist, sondern der Zuhörer aktiv sein muss. Gordon beschreibt bestimmte Aufgaben, die ein aktiver Zuhörer erfüllen muss. Er soll zum Beispiel das, was der andere sagt, in eigenen Worten zusammenfassen. So kann der Sprecher kontrollieren, ob er richtig verstanden wurde.