
Millionen von Monarchfaltern wandern für den Winter nach Mexiko aus.
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Bisher wussten Forscher, dass die Monarchfalter sich für ihren Weg nach Süden an der Sonne orientieren. An Hand des Sonnenstandes wissen die Schmetterlinge, wo die Himmelsrichtungen sind. Außerdem haben die Falter eine innere biologische Uhr, die den Tagesrhythmus bestimmt. Bisher wurde vermutet, dass diese Art Navigationssystem wie bei anderen Insekten im Gehirn der Falter säße. Nun haben US-amerikanische Forscher herausgefunden, dass die Fühler der Schmetterlinge eine wichtige Rolle bei der Orientierung spielen. Dazu machten sie verschiedene Experimente mit den Monarchfaltern.
Fühler weisen die Richtung
Die Wissenschaftler entfernten bei einer Gruppe von Faltern die Fühler. Diese Tiere verloren die Orientierung und flogen im Gegensatz zu den Tieren mit Fühlern nicht in Richtung Süden. Diese Funktion der Fühler war bisher unbekannt. Neu ist für die Forscher ebenfalls, dass sich auch in den Fühlern eine innere biologische Uhr befindet. Diese Uhr muss durch die Sonne, die ihren Stand verändert, sozusagen immer wieder neu gestellt werden. Um dies zu testen, hielten die Forscher die Falter für einige Zeit in Kammern, in denen es zwölf Stunden hell und zwölf Stunden dunkel war. Bei der einen Hälfte von Faltern wurde der normale Tagesrhythmus beibehalten, bei der anderen Hälfte wurde er um sechs Stunden versetzt. Die Falter, die für einige Zeit mit verstelltem Tagesrhythmus gelebt hatten, konnten sich nach Freilassung wieder an den normalen Tagesrhythmus anpassen und richtig orientieren. Eine Faltergruppe, bei der die Forscher die Fühler mit schwarzer Farbe angemalt hatten, verloren dagegen die Orientierung, da sie das Sonnenlicht nicht mehr wahrnehmen und ihre innere Uhr so nicht richtig anpassen konnten.