"Asthmaschulungen" können helfen
Asthma-Spray kann helfen...
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Da Sina die Erkrankung der Atemwege hat, seit sie denken kann, lässt sie es nicht mehr soweit kommen. Sie hat in einer so genannten Asthmaschulung gelernt, wie sie ihre Krankheit in den Griff bekommt.
Asthmaschulungen werden in ganz Deutschland angeboten. Hier lernen die Kinder viel über die Erkrankung: Wie sie entsteht, welche Warnsignale es gibt, was in einem akuten Anfall zu tun ist, welche Sportarten bei Asthma gut oder weniger gut sind. Sie sprechen gemeinsam über ihre Erfahrungen mit Tabletten oder Kapseln gegen Asthma oder die Anwendung eines Asthma-Sprays: Dabei gelangt ein Wirkstoff als feiner Sprühnebel direkt in die Bronchien. Außerdem erlernen die Kinder praktische Tipps und Atemtechniken, die verhindern, dass Asthma schlimmer wird.
Verschiedene Techniken
Seit Sina all das weiß, hat sie keine Angst mehr. Sie weiß, was beim nächsten Anfall zu tun ist:
Wenn sie zum Beispiel im Unterricht merkt, dass es wieder soweit ist, stützt sie ihre Arme auf den Tisch, rutscht mit dem Po ganz vorn auf die Stuhlkante und hält den Oberkörper aufrecht. Manchmal hilft auch die Lippenbremse. Das ist eine Atemtechnik, bei der Sina ruhig durch die Nase einatmet und anschließend langsam durch die zusammen gepressten Lippen wieder ausatmet. Das weitet die Atemwege und hilft, dass beim nächsten Atemzug viel Luft in Richtung Lunge strömt.
Du leidest an Asthma? Asthmaschulungen bieten zum Beispiel Lungenfachärzte und Reha-Kliniken an. Informiere Dich darüber, welcher Schulungsort in Deiner Nähe ist. Der Unterricht geht in der Regel über neun Doppelstunden, meist nachmittags. Es gibt Gruppen für Kinder zwischen 5-7 Jahren, 8-12 Jahren und Jugendliche. Parallel dazu dürfen auch Deine Eltern die Schulbank drücken. An den Kosten für die Asthmaschulung beteiligt sich die TK bei ihren Versicherten (siehe Linktipp).
Text: Beate Wagner