23. Oktober 2009 - In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren eine Stunde zurückgestellt. Der Grund: Die Sommerzeit endet. Die Zeitumstellung findet aber nicht in allen Staaten gleichzeitig statt, manche verzichten auch ganz darauf. Warum wird die Zeit denn eigentlich umgestellt? TK-Logo hat nachgeforscht...

Um 3 Uhr nachts wird die Uhr eine Stunde zurückgestellt.
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In Deutschland und vielen anderen Ländern der Welt beginnt die Sommerzeit immer am letzten Sonntag im März. In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden dann die Uhren von 2 auf 3 Uhr vorgestellt. Am letzten Sonntag im Oktober endet die Sommerzeit und wir bekommen die "verlorene" Stunde wieder zurück. Denn am 25. Oktober 2009 werden die Uhren wieder von 3 auf 2 Uhr zurückgestellt. Wir befinden uns dann in der Winterzeit, auch Normalzeit genannt.
Zum ersten Mal wurde in Deutschland die Zeit im Jahre 1916 umgestellt, danach fand die Umstellung aber unregelmäßig oder manchmal auch gar nicht statt. Erst 1980 wurde die Sommerzeit in Deutschland per Gesetz eingeführt.
Andere Staaten, andere ZeitenFast überall in Europa werden die Uhren immer zur gleichen Zeit umgestellt, also im März und Oktober. In einigen anderen Staaten gibt es Abweichungen, zum Beispiel in Mexiko: Hier werden die Uhren erst am ersten Sonntag im April umgestellt. In Israel wird die Winterzeit bereits im September wieder eingeführt.
Einige andere Staaten haben gar keine Sommerzeit. Dazu gehören zum Beispiel Venezuela, Thailand, Indonesien und viele afrikanische Staaten. Viele dieser Staaten liegen recht nah am Äquator - also dort, wo die Sonne das ganze Jahr hindurch fast senkrecht auf die Erde scheint.
Was ist eine Funkuhr? Nicht jede Uhr muss per Hand gestellt werden - Funkuhren stellen sich automatisch. Die aktuelle Zeit wird über so genannte elektromagnetische Wellen an Uhren bei Dir zuhause und in Bahnhöfen oder auch an Armbanduhren gesendet. Auch die Sommer- und Winterzeit wird über das Funksignal eingestellt. In Mitteleuropa kommt dieses Signal aus der Nähe von Frankfurt am Main - hier steht die Sendeanlage.
Alles wegen der Sonne...
Vielleicht hast Du nun schon eine Idee, womit die Zeitumstellung zusammenhängt? Richtig, mit der Sonne! Die Sonne spendet Licht - egal, ob der Himmel blau oder mit Wolken bedeckt ist. Im Laufe des Jahres verändert sich der Stand der Sonne und somit auch die Zeit, in der sie am meisten Tageslicht bringt. Am Äquator bekommst Du davon kaum etwas mit, aber je weiter Du in Richtung Nord- oder Südpol reist, desto deutlicher wird der Unterschied. Im Norden Schwedens beispielsweise wird es in den Sommermonaten gar nicht richtig dunkel.
Um das auszunutzen, werden die Uhren dem Tageslicht angepasst, also eine Stunde vorgestellt. Mit der Zeitumstellung soll der Energieverbrauch der Menschen eingeschränkt werden. Im Sommer wird zum Beispiel abends nicht so früh das Licht angeknipst, weil es noch hell genug ist.
Aufwändig und ungesund...
...sei die Zeitumstellung, sagen viele Menschen. Abends würde zwar weniger Strom verbraucht, morgens würde dafür die Heizung öfter aufgedreht werden. Die Umstellung sei auch sehr aufwändig: Die meisten Menschen haben mehrere Uhren und müssen diese per Hand umstellen. Auch Uhren in öffentlichen Bereichen wie Bahnhöfen müssen vor- beziehungsweise zurückgestellt werden. Bei manchen Menschen führt die Zeitumstellung zu Schlafstörungen und sie sind in den ersten Tagen unkonzentrierter. Aus diesen Gründen wünschen sich manche Menschen, dass die Sommerzeit wieder abgeschafft wird.