Am Anfang steht eine Vermutung
Mit seiner besonderen Schuppenhaut kann der Sandfisch gut durch Sand gleiten.
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"Wenn man forscht, läuft es immer so: Man hat eine Vermutung, wie etwas funktioniert. Und dann guckt man es sich an", erklärt Rechenberg die Arbeit eines Wissenschaftlers. Der Forscher muss also herausfinden, ob seine Vermutung richtig ist. Spannend, oder? "Wir haben uns die Schuppenhaut des Sandfisches unter dem Mikroskop angesehen und etwas Merkwürdiges entdeckt: Die Schuppen haben ganz feine Schwellen", erzählt Rechenberg. In Groß kannst Du Dir sie vorstellen wie Schwellen in einer Tempo-30-Zone. Bei den Sandfischen sind diese Erhöhungen aber so winzig, dass man sie nur unter dem Mikroskop sehen kann.
Doch warum sind diese Minischwellen auf der Echsenhaut so wichtig? Um das zu beantworten, erklärt Rechenberg zunächst, wie ein Wüsten-Sandkorn aussieht: "Wenn ich mir unter dem Mikroskop ein Sandkorn aus der Wüste ansehe, dann sieht das nicht aus wie ein glatter Stein. Sondern es ist mit vielen winzigen Mineralteilchen bepudert", erklärt Rechenberg. Du kannst Dir das vorstellen wie ein Brötchen, das rundherum mit Mohnkörnern übersät ist. Normalerweise würden diese Körner auf der Haut des Sandfisches kratzen und einen Widerstand erzeugen, wenn er sich durch den Sand schlängelt. Das wäre sehr anstrengend für den Sandfisch und er würde langsamer voran kommen.