
Früher dachte man, der Mond ist an allem schuld.
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Schlafwandler sind meist jung
Ärzte haben ein kompliziertes Wort für das Phänomen: Somnambulismus. Das kommt aus dem Lateinischen: "somnus" heißt Schlaf und "ambulare" spazieren gehen. Verbreitet ist das Nachtwandern vor allem bei Kindern, jedes dritte erlebt es mindestens einmal in seinem Leben, vier Prozent häufiger. Besonders ausgeprägt ist das Schlafwandeln bis zum zehnten Lebensjahr, danach kommt es seltener vor. Schlafforscher folgern daraus, dass ein Grund für die nächtlichen Aktionen sein könnte, dass das zentrale Nervensystem noch nicht ausgereift ist. Das Nervensystem steuert alle Prozesse in unserem Körper. Es besteht aus dem Gehirn, Rückenmark, den Nerven und den Sinnesorganen. Außerdem scheint Schlafwandeln vererbbar zu sein, denn die "wachen Träume" kommen in einigen Familien häufiger vor als in anderen. Auch Stress soll eine Rolle spielen.
Wenn Daniels Eltern bemerken, dass ihr Sohn wieder schlafwandelt, begleiten sie ihn vorsichtig zurück ins Bett. Dabei versuchen sie nicht, ihn aufzuwecken. Denn: Schlafwandler sind nicht so leicht zu wecken und sie können sich so fürchterlich erschrecken, dass sie sich dadurch vielleicht noch zusätzlich verletzen.