Winterstarre: Überlebensstrategie für wechselwarme Tiere
Zur Winterstarre zieht die Eidechse sich in Felsspalten zurück.
© pixelio.de/Angelina Ströbel
Einige Tiere, wie zum Beispiel Frösche, Eidechsen, Schildkröten und Insekten, können sich gar nicht gegen Kälte schützen. Ihre Haut ist nackt und zudem passen sie ihre Körpertemperatur der Außentemperatur an - was bei frostigen Temperaturen den sicheren Tod bedeutet. Tiere, die keine gleichbleibende Körpertemperatur haben, nennt man auch „wechselwarme" Tiere. Wird es im Herbst kälter, bleibt ihnen also nichts anderes übrig, als sich an einen frostsicheren Platz - wie etwa in Felsspalten, zwischen Wurzeln oder im Moos - zu verkriechen. Wird es sehr kalt, erstarren ihre Körper. Dann atmen sie kaum noch und ihr Herz schlägt ganz langsam. Dadurch verbrauchen sie nur sehr wenig Energie. Fällt die Temperatur allerdings deutlich unter null Grad Celsius, können ihre Körpersäfte gefrieren und dann würden sie den Kältetod sterben. Wechselwarme Tiere können ihren Körper nicht selbst erwärmen. Erst mit dem Ansteigen der Außentemperatur im Frühling erwachen sie wieder aus ihrer Kältestarre. Übrigens ist es nicht möglich, diese Tiere aufwecken.