Des Müslis’ Geschichte
Schon seit vielen Jahrhunderten schätzen die Menschen Getreidebreie.
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Schon seit vielen Jahrhunderten wissen die Menschen, dass Getreide eines der wichtigsten Nahrungsmittel ist. So empfahl schon der griechische Arzt Diokles von Karystos 400 vor Christus: "Wem an seiner Gesundheit liegt, der esse morgens einen Brei aus Getreideschrot." Solche nährstoffreichen Breie gehörten bis zum 18. Jahrhundert zu den wichtigsten Nahrungsmitteln. Dann kamen immer mehr Fabriken auf und viele Menschen zogen zum Arbeiten vom Land in die Städte. Man ging nun dazu über, das Getreide in Großmühlen zu bearbeiten. So kam es, dass Weißmehl das Vollwert-Getreide ablöste. Im Unterschied zum Vollwert-Getreide wurden beim Weißmehl die Randschichten des Korns entfernt, in denen Vitamine, Spurenelemente, Ballaststoffe und Mineralstoffe enthalten sind. Der Schweizer Arzt Maximilian Oskar Bircher-Benner stellte 1902 fest, dass Weißmehl ungesund für seine Patienten sei. Deshalb servierte er ihnen einen Brei aus gequelltem Getreide, geriebenem Apfel, Zitronensaft, Nüssen und Kondensmilch. Das Bircher-Müsli war erfunden. Vielleicht hast Du den Namen schon mal gehört? Das Rezept war allerdings keine Erfindung des Arztes, vielmehr hatte er die Getreidemahlzeit auf einer Bergwanderung in den Alpen entdeckt. Denn die Bergbauern dort verzehrten noch immer die Vollwert-Breie, die sie - als Verniedlichung von Mus - "Müsli" nannten.