Zugvögel in GefahrViele Zugvögel kommen nicht am Ziel ihrer Reise an. Schuld daran ist häufig der Mensch: An ihren Brutplätzen, aber auch unterwegs, können die Vögel ihre natürlichen Lebensräume immer schlechter nutzen. Zum Beispiel wandeln Menschen an vielen Orten Wiesen in Wohngebiete um. Oder sie legen Feuchtgebiete trocken, die unter anderem für Störche wichtig sind. In vielen Ländern werden Zugvögel auch gejagt, weil die Vogeljagd dort eine beliebte Sportart ist oder die Vögel werden einfach gegessen. Tierschützer wollen erreichen, dass Zugvögel besonders geschützt werden.
Ein weiteres Problem für viele Zugvögel ist der
Klimawandel. Manche Arten können sich an die veränderten Bedingungen anpassen. Insgesamt ist der Klimawandel aber eine Bedrohung für die Zugvögel. Wärmere Temperaturen führen zu veränderten Reisezeiten der Vögel. Im Herbst sind sie deshalb länger bei uns, im Frühling treffen sie früher ein. Dadurch gibt es mehr Konkurrenz um das Futter, unter anderem mit den sesshaften Vogelarten, also Vögeln, die im Winter bei uns bleiben. Auch die Futtermenge selbst - zum Beispiel Insekten - verändert sich durch den Klimawandel. Und gibt es zu wenige Insekten, haben die Jungvögel nicht genügend Nahrung.