
Bei Neurodermitis juckt die Haut stark, das ist sehr unangenehm.
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Ständig dieses Jucken, abends immer eincremen, überall trockene Stellen. Die heute 13-jährige Marlene kann sich nur zu gut daran erinnern, wie "schrecklich" sie immer ihre Haut fand, die ständig rissig und gerötet war. Marlene hat Neurodermitis. Das ist eine Hautkrankheit, die für sehr unangenehmen Juckreiz überall am Körper sorgen kann. Die Haut ist sehr trocken und entzündet sich leicht. Typische Stellen der Neurodermitis sind die Kniekehle und Armbeuge, aber auch das Gesicht, der Nacken oder der Rücken können betroffen sein. Neurodermitis ist eine Erkrankung, die meist im Kleinkindalter beginnt und dann chronisch verläuft, also ein Leben lang bleibt.
Wie lange Marlenes Haut schon juckt und gerötet ist, kann sie nicht genau sagen. Sicher aber ist: Seit die Berlinerin denken kann, stehen zuhause verschiedene Cremes im Badezimmer, mit denen sie sich regelmäßig eincremen muss. "Das nervt zwar ganz schön, aber ich will ja auch nicht, dass jeder die hässlichen Stellen sofort sieht", sagt die Siebtklässlerin und überprüft schnell noch einmal eine gerade verheilte Stelle am Handgelenk. Die Salben, die Neurodermitiker benutzen sollten, enthalten Fett, Zink, Harnstoff oder Teer und verhindern, dass sich die trockenen, angegriffenen Hautpartien weiter ausbreiten oder entzünden. Außerdem helfen sie gegen Juckreiz. Er tritt typischerweise nachts auf, sodass viele Kinder mit Neurodermitis oft kaum schlafen können. Nicht selten kratzen sie sich die roten Stellen auch auf, ohne es zu merken. Dann entzündet sich die Haut und es gibt offene, nässende Stellen.