
Mädchen mit einem Blindenstock
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Stell Dir vor, Du könntest nichts sehen und müsstest allein in die Schule oder zum Einkaufen gehen. Auf dem Gehweg ist richtig was los – Menschen laufen durcheinander, einige schieben einen Kinderwagen. Und dann gibt es auch noch jede Menge Hindernisse, die Dir nicht ausweichen können: Straßenschilder, Mülleimer, Briefkästen, Schlaglöcher und Bordsteinkanten. Da kann ein Blindenstock eine große Hilfe sein.
Seit den 1970er Jahren gibt es Blindenstöcke mit so genannten Lasersensoren. Diese elektronischen Fühler erkennen Hindernisse, an denen sich der Blinde den Kopf stoßen könnte, wie Äste oder Schilder. Dann vibriert der Griff des Stockes und der Blinde weiß Bescheid: Vorsicht, Hindernis voraus. Aber was tun, wenn das Hindernis direkt vor den Füßen liegt? Eine längere Stufe, wie zum Beispiel von einer Bordsteinkante, kann der Blinde mit dem Ende des Stockes ertasten. Aber bei kleineren Hindernissen oder Schlaglöchern wird es schwierig. Für diesen Fall haben drei 14-jährige Mädchen aus dem Westjordanland einen speziellen Blindenstock erfunden.