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Mit Hilfe der Bohrinsel im Atlantik wurde für die britische Ölfirma BP aus 1.500 Metern Tiefe Erdöl gewonnen. Die Firma kennst Du vielleicht von Tankstellen, wo sie Benzin und Dieselkraftstoff für Autos verkauft. Bei der Explosion am 20. April wurde das Bohrloch im Meeresboden aufgerissen. Experten vermuten, dass aus dem Leck nun jeden Tag mehrere Zehntausend Tonnen Öl in den Golf von Mexiko fließen – bis zum 27. Mai 2010 waren es insgesamt etwa 36.700 Tonnen. Damit Du Dir das vorstellen kannst: Das schwerste Tier der Erde und gleichzeitig Betroffener der Ölkatastrophe ist der Blauwal. Er bringt bis zu 200 Tonnen auf die Waage. Das ausgeflossene Öl wiegt also so viel wie mehr als 180 ausgewachsene Blauwale zusammen!
BP versucht mit verschiedenen Methoden, das Loch zu verschließen, aber noch keiner dieser Versuche war bisher erfolgreich. Denn auf der Bohrinsel wusste man zwar, wie man das Öl aus dem Meer nach oben holt, aber nicht, was in einem Notfall zu tun ist. Deshalb kann auch niemand sagen, wie lange noch Öl ins Meer strömen wird. In einem nächsten Versuch sollen nun ferngesteuerte Roboter eine Kuppel über dem Loch befestigen, durch die man das Öl auf ein Schiff an der Wasseroberfläche pumpen könnte.