
Hier sind die Antworten zu Deinen Fragen:
Haben Eskimos Kinderrechte?
Das lässt sich nicht so einfach mit "Ja" oder "Nein" beantworten. Aber fangen wir von vorne an: Fast alle Staaten der Erde gehören den so genannten Vereinten Nationen an. Im Englischen übrigens „United Nations" genannt, kurz UN. Die Staaten haben sich zusammengeschlossen, um zum Beispiel die Menschenrechte zu schützen. Kinder werden besonders berücksichtigt, nämlich durch die "UN-Kinderrechtskonvention" - ein schweres Wort, oder? Stell Dir ein Buch vor, das ganz viele Bestimmungen enthält, die Kindern zu Gute kommen: Sie sollen immer genug zu Essen haben, zur Schule gehen dürfen und Medizin bekommen, wenn sie mal krank sind. Vieles wirst Du selbstverständlich finden, aber das geht leider nicht allen Kindern auf der Welt so. Fast alle UN-Staaten haben dieses "Buch" unterschrieben und damit gezeigt, dass sie diesen Bestimmungen zustimmen. Darunter sind auch Staaten, die Gebiete haben, in denen Eskimos leben.
Haben Eskimos Haustiere?
Ja, eines der bekanntesten Haustiere der Arktisbewohner ist wohl der Schlittenhund. Allerdings leben diese Hunde nicht mit in den Wohnungen, sondern draußen in Hundehütten. Das macht ihnen aber nichts aus, denn die arktischen Hunde haben keine hohen Ansprüche: Sie vertragen Temperaturen bis minus 50 Grad Celsius, kommen mit kleinen Futterrationen aus, brauchen kein warmes Heim und haben zudem eine gute Ausdauer.
Wie verhalten sich Eskimos?
Du möchtest wissen, wie Eskimos sich verhalten? Wahrscheinlich ganz ähnlich wie Du und ich. Viele Eskimos leben längst ein modernes Leben in Dörfern oder kleinen Städten. Sie müssen weder in Iglus leben, noch müssen sie sich ihre Mahlzeiten jagen - Lebensmittel kommen per Flugzeug und sind in den Geschäften zu kaufen. Die Kinder dort gehen zur Schule und spielen nachmittags mit ihren Freunden. Die jungen Eskimos hören zum Beispiel Musik aus den Charts, spielen Computerspiele und machen vermutlich viele Dinge, die Du auch gerne machst. Kurzum: Auch wenn die Eskimos im Eis leben, leben sie doch ein ganz normales Leben.
Gibt es eine alte Geschichte über Eskimos?
Ganz bestimmt gibt es viele spannende Geschichten über die Arktisbewohner, über ihre Erlebnisse mit wilden Tieren und über die eisige Einsamkeit. Doch solche Geschichten bleiben in der Regel bei den Eskimos. Denn die lieben es seit Jahrhunderten, sich Geschichten zu erzählen. Vor allem während der langen Winternächte im Iglu gaben die Geschichten, die sie erzählten, den Familien ein Gefühl des Zusammengehörens und der Gemeinsamkeit. Den Kindern wurden zum Beispiel alte Geschichten über ihre Vorfahren erzählt, so konnten sie viel lernen von ihren Familien. Bis heute finden solche Treffen statt - wenn auch nicht mehr im Iglu. Oftmals sind das dann Feste, bei denen die Jungen und Alten singen, musizieren, Spiele machen und manchmal sogar Wettkämpfe in Geschicklichkeits- und Sportspielen austragen.
Übrigens...
"Eskimo" ist ein weit verbreiteter und häufig gebrauchter Name für Menschen, die in der Arktis leben, also in der Region rund um den Nordpol. Sie sind die Ureinwohner von Grönland, Alaska, Sibirien und Teilen Kanadas. Dort ist es das ganze Jahr über ziemlich kalt. Viele Menschen halten den Namen „Eskimo" für ein Schimpfwort, denn übersetzt soll er "Rohfleischesser" heißen. Deshalb hat sich seit den 1970er Jahren stattdessen der Name "Inuit" immer mehr durchgesetzt. In der Sprache einiger arktischer Ureinwohner bedeutet diese Wort „Menschen". Doch ganz richtig ist diese Bezeichnung für Eskimos nicht. Denn zu den Inuit gehören nicht alle Völker der Arktis, sondern nur eine Volksgruppe. Weil es in der Arktis noch viele andere Völker mit eigenen Namen gibt, kann "Inuit" nicht den Namen Eskimo ersetzen, womit ja alle arktischen Völker gemeint sind. Einige Forscher glauben sogar, dass das Wort Eskimo gar keine Beleidigung ist, sondern einfach nur ein Sammelbegriff für alle Völker im nördlichen Polargebiet. Laut manchen Sprachforschern könnte Eskimo übersetzt auch "Schneeschuhflechter" bedeuten.
Ich hoffe, Deine Fragen sind damit beantwortet.
Viele Grüße,
Dein TeKalino
Diese Frage stellte Thomas, 11 Jahre.
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