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Hans fragt: Warum dauert es immer etwas Zeit, bevor eine Energiesparlampe leuchtet?

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Energiesparlampe
Energiesparlampen gibt es in verschiedenen Formen.
Bildvergrößerung
 
© pixelio.de/Viktor Mildenberger
 
Hallo Hans!

Zum einen brauchen manche Energiesparlampen einen Augenblick zwischen dem Einschalten und dem ersten Aufleuchten. Diese Startzeit nennen Experten Vorheizphase, sie dauert meist weniger als eine Sekunde. Zum anderen dauert es einige Zeit, bis die Lampen ihre volle Helligkeit erreichen - hier sprechen die Experten von der Aufhellzeit. Je nach Hersteller benötigen die Lampen bis zu zwei Minuten. Was passiert in dieser Zeit?

Es werde Licht!
Energiesparlampen gehören meistens zur "Lampenfamilie" der Leuchtstofflampen. Wie der Name schon sagt, funktionieren solche Lampen mit einem Leuchtstoff. Das läuft so ab: Das Glasrohr oder der Glaskolben ist mit einem Gasgemisch aus Quecksilber und Edelgas gefüllt. Wenn Du auf den Lichtschalter drückst, regt der Strom das Gas dazu an, ultraviolettes Licht (UV-Licht) zu erzeugen. Dieses UV-Licht ist für Menschen nicht sichtbar. Damit die Lampe Licht erzeugt, das wir sehen können, ist die Innenwand mit einem Leuchtstoff beschichtet. Das ist eine Chemikalie, die die UV-Strahlen in für uns sichtbare Strahlen, also in sichtbares Licht, umwandelt.

Energiegeladener Zusammenstoß
Wir sehen also die Lampe leuchten, sobald der Leuchtstoff das UV-Licht in sichtbares Licht umwandelt. Aber was geschieht vorher genau? Physiker sprechen von einer Gasentladung: Im Glaskolben fließt elektrischer Strom durch das Gas. Stell Dir vor, der Strom besteht aus vielen kleinen Teilchen. Auch das Quecksilber besteht aus vielen kleinen Teilchen, man spricht von Quecksilber-Atomen. Wenn Du die Lampe anschaltest, stoßen Stromteilchen auf die Quecksilber-Atome und geben dadurch Energie an die Quecksilber-Atome weiter. Die Quecksilber-Atome geben diese Energie als UV-Strahlen ab.

Die Lampe wärmt sich auf
Im Sockel der Energiesparlampe sitzt ein Vorschaltgerät. Dies regelt, wie viel Strom in die Lampe fließt. Im Glaskolben befinden sich zwei Elektroden, das sind zwei Metallstifte, zwischen denen zuerst Strom über eine Leitung fließt. In der Vorheizphase werden die Elektroden vorgewärmt. Das hat den Vorteil, dass die Lampen besonders schaltfest sind. Das bedeutet, dass die Lampen trotz häufigem An- und Ausschalten lange funktionieren. Die meisten Energiesparlampen funktionieren mit Vorheizphase - deshalb heißen sie auch Warmstartlampen.

Auch die Aufhellzeit hat mit den Elektroden zu tun. Erst wenn der Strom die Elektroden erwärmt hat, schießen sie die Stromteilchen in den Glaskolben, wo sie auf die Quecksilberatome prallen. Dann fließt der Strom nur noch durch das Gas. Und auch das Quecksilber muss warm werden, damit es zu Dampf wird und sich im Glaskolben verteilt. Die Antwort auf Deine Frage lautet also: Die Lampe muss erst warm werden, damit die Prozesse, die das Licht machen, voll in Gang kommen. Wissenschaftler und Lampenhersteller forschen und arbeiten bereits an Lösungen, die die Lampe schneller leuchten lassen.

Übrigens: Das UV-Licht ist so schwach, dass es für uns Menschen nicht gefährlich ist. Und wegen des Quecksilbers, einem giftigen Metall, gehört eine Energiesparlampe nicht in die graue Tonne, sondern in den Sondermüll. Wenn Dir eine Energiesparlampe kaputt geht, solltest Du deshalb sofort den Raum verlassen und einem Erwachsenen Bescheid sagen, denn die entstehenden Quecksilberdämpfe solltest Du auf keinen Fall einatmen.

Wenn Du mehr zum Thema "Elektrischer Strom" lesen möchtest, klick hier.

Ich hoffe, Deine Frage ist damit beantwortet.

Viele Grüße,
Dein TeKalino


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Stichworte zum Artikel:
  • Physik  
  • Energie  
 
 
 
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