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Nervenkitzel beim Elfmeterschießen

 7-14
 

 
Hat der Torwart einen Vorteil?7. Juli 2010 - Verfolgst Du die Fußball-Weltmeisterschaft? Heute Abend um 20.30 Uhr spielt Deutschland im Halbfinale gegen Spanien. Wenn beide Teams keine oder gleich viele Tore erzielen, gibt es ein Elfmeterschießen. Weil davon die Spielentscheidung abhängt, ist das Elfmeterschießen besonders aufregend. Ein Forscher behauptet, dass der Torwart dabei im Vorteil ist. TK-Logo erklärt Dir, warum, und mit welchen Tricks die Spieler arbeiten.
 
 
 
Elfmeterschießen
© aboutpixel.de/Daniel Werner
Bildvergrößerung
 
 
Nicht nur für die Fans ist das Elfmeterschießen am Ende eines Fußballspiels oft besonders spannend. Auch der Elfmeterschütze und der Torwart sind in einer solchen Situation besonders aufgeregt.

Der Sportpsychologe Norbert Hagemann aus Kassel ist der Meinung, dass der Torwart dabei einen Vorteil hat. Weil etwa 75 Prozent aller Elfmeterschüsse ein Treffer sind, erwarten die anderen Spieler und die Fans von dem Schützen, dass auch er ein Tor schießt. Somit ist der Stress für den schießenden Spieler höher als für den Torwart, vermutet Hagemann.
 
 
 
So läuft das Elfmeterschießen abBeim Elfmeterschießen darf jede Mannschaft fünf Spieler aussuchen, die im Wechsel mit den Spielern der gegnerischen Mannschaft nacheinander einen Elfmeter schießen. Diese Regel heißt so, weil die Torschützen dabei elf Meter vom Tor entfernt stehen. Pro Tor gibt es einen Punkt. Sobald eine Mannschaft so viele Punkte hat, dass die andere Mannschaft sie nicht mehr einholen kann, hat sie gewonnen und das Elfmeterschießen ist zu Ende. Wenn die beiden Mannschaften nach den fünf Torschüssen immer noch gleich viele Punkte haben, dürfen die anderen Spieler jeder Mannschaft so lange schießen, bis ein Sieger feststeht.
 
 
 
Fitness reicht nichtTorwart und Torschütze müssen nicht nur fit sein, sondern auch einschätzen können, was der jeweils andere vorhat. Weil der von Profis geschossene Ball fast 100 Stundenkilometer schnell ist, hat der Torwart keine Zeit, erst dann zu springen, wenn er sicher ist, in welche Richtung der Schütze spielt. Er muss es sozusagen erahnen. Das funktioniert nur, wenn er die Blicke und Bewegungen des Gegenspielers deuten kann. Wenn der Schütze also beispielsweise in die linke obere Ecke des Tors schaut, dann wird er wahrscheinlich auch dorthin zielen, und der Torwart kann den Ball aufhalten, wenn er das rechtzeitig erkennt.
 
 
 
Die Tricks der ProfisDoch was, wenn der Schütze nur so tut, als ob er in die linke obere Ecke zielen würde? Viele Spieler täuschen beim Anlauf nämlich eine Schussrichtung an, spielen den Ball dann aber im letzten Moment in eine andere Richtung. Auch die Torhüter kennen diesen Trick. Sie können so tun, als würden sie eine Ecke besonders schützen, dann aber genau in die andere Ecke springen. Forscher haben herausgefunden, dass die meisten Spieler dann in die Ecke spielen, die auf den ersten Blick weniger gut geschützt erscheint.
 
 
 
Tipps vom ExpertenDu spielst selbst Fußball? Dann musst Du vielleicht auch mal einen Elfmeter schießen. Der Forscher Norbert Hagemann hat dafür einige Tipps:
  • Trainiere mit Deiner Mannschaft regelmäßig Elfmeterschießen.
  • Trainiere auch Deine Schusstechnik: Für den Torhüter sind hohe Bälle schwieriger zu halten als flache.
  • Warte nicht zu lange mit dem Schuss, dann muss auch der Torwart schneller reagieren.
  • Wenn Du im Tor stehst, trainiere Deinen Blick. Mit ein bisschen Übung kannst Du aus den Bewegungen und Blicken des Torschützen erkennen, wohin er den Ball spielen will.
 
 
Stichworte zum Artikel:
  • Forschung  
  • Fußball  
  • Sport  
 
 
 
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