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Tatjana fragt: Mein Freund Max sagt, seine Schildkröte ist von Oktober bis März im Kühlschrank. Ist das echt so?

 Keine Angabe
 

 
Wasserschildkröten
Manche Schildkröten brauchen eine Winterpause...
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© Kristin Möller
 
Hallo Tatjana,

Dein Freund Max hat Recht, einige Schildkrötenarten können tatsächlich im Kühlschrank überwintern. Schildkröten sind wechselwarme Tiere. Das bedeutet, dass ihre Körpertemperatur nicht - wie beispielsweise bei Hunden, Katzen oder Wellensittichen - immer gleich bleibt. Die Körpertemperatur von Schildkröten passt sich den Jahreszeiten an. Deshalb ist sie im Winter niedriger als im Sommer. In der Natur graben sich Schildkröten im Winter in die Erde oder in Sand ein, manche verkriechen sich auch an eine geschützte Stelle. In dieser Zeit bewegen sie sich kaum und fressen auch nichts mehr. Verschiedene Schildkrötenarten fallen unterschiedlich lange in diese sogenannte Winterstarre, sie dauert aber mindestens zwei Monate.

Rat vom Experten
Alle europäischen Land- und Wasserschildkröten brauchen eine solche Winterpause. Wenn sie im Winter in einer zu warmen Umgebung bleiben, sterben sie früher und werden schneller krank als ihre Artgenossen. Eine geheizte Wohnung finden wir Menschen im Winter angenehm, Schildkröten aber nicht. Weil man bei der Schildkröten-Winterpause einiges beachten muss, sollte der Tierfreund sich zuvor Rat von einem Tierarzt holen.

Vorbereitung für die Winterstarre
Zum Beispiel darf man eine Schildkröte nicht einfach so in den Kühlschrank oder in einen kühlen, trockenen Keller legen, das braucht einige Vorbereitung. Die Schildkröte muss genug Zeit haben, allmählich ihre Körpertemperatur abzusenken. Wann der richtige Zeitpunkt für die Winterstarre ist, bestimmt die Schildkröte selbst. Der Tierfreund merkt das daran, dass die Schildkröte weniger frisst und träge wird.

Außerdem brauchen Landschildkröten für die Winterstarre eine eigene Kiste oder Schachtel mit Luftlöchern und gefüllt mit Laub und Erde. Wasserschildkröten überwintern am besten in einem Behälter mit Wasser, das der Tierfreund regelmäßig auswechseln sollte. Die Temperatur im Kühlschrank oder Keller darf nicht höher als acht Grad Celsius sein, ideal sind vier bis sechs Grad Celsius. Übrigens: Eine Winterstarre im Freien kann für Schildkröten, die als Haustier gehalten werden, lebensgefährlich sein. Denn dort können Schildkröten erfrieren, von Ratten verletzt oder sogar getötet werden.

Ich hoffe, Deine Frage ist damit beantwortet.


Viele Grüße,
Dein TeKalino

Diese Frage stellte Tatjana aus Berlin.

 
 
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  • Natur  
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