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Am 22. April 2010 ist die Bohrinsel "Deepwater Horizon" nach einer
Explosion untergegangen. Seitdem waren jeden Tag etwa 8.200 Tonnen Rohöl ins Meer geflossen. Das ist so viel, wie vier ausgewachsene Blauwale zusammen auf die Waage bringen – die größten und schwersten Tiere der Erde! Die Ölfirma BP, die für die Katastrophe verantwortlich ist, hatte drei Monate lang mit verschiedenen Methoden versucht, das Loch zu schließen. Nichts hatte geholfen – bis zum 15. Juli.
Am 15. Juli 2010 haben Techniker mit der Hilfe von Unterwasserrobotern und ferngesteuerten Apparaten testweise eine Kappe über das Loch gestülpt. Es ist jedoch noch nicht sicher, ob diese Methode Erfolg haben wird. Denn durch die Kraft des aus der Tiefe nach oben sprudelnden Öls könnten neue Lecks in die Ölleitung gerissen werden. Auch könnte die Explosion auf der Bohrinsel Risse in der Leitung verursacht haben. Regelmäßig überprüfen Experten deshalb die Situation 1.500 Meter unter der Meeresoberfläche. Die Tests zum Verschließen des Lecks können noch mehrere Wochen dauern. Schon jetzt vermuten einige Wissenschaftler aber, dass das Leck nur vorübergehend geschlossen werden kann.