60.000 Schokoküsse pro Jahr
Das beliebteste Exponat: die Schokokusspumpe.
© Exploratorium Potsdam
Als einer der Mitarbeiter mit zwei Schachteln Schokoküssen durch die Ausstellungsräume läuft, zieht er prompt die Aufmerksamkeit einiger Kinder auf sich. Sein Ziel ist die Schokokusspumpe: Auf einem kleinen Tisch steht eine runde Platte mit einer Glasglocke darauf (siehe Foto rechts). Der Mann stellt einige Schokoküsse unter die Glasglocke und verrät nur, dass es bei diesem Experiment um Luftdruck geht. Nun sind die Kinder dran: Abwechselnd betätigen sie einen Knauf, den man wie bei einer Fahrradluftpumpe ein Stück hineindrücken und wieder herausziehen kann. Die anderen beobachten, was passiert.
Plötzlich tut sich etwas unter der Glasglocke: Die Schokoladenhülle reißt an mehreren Stellen auf, die Schokoküsse werden größer und größer. "Was meint ihr", fragt der Mann, "wird Luft in die Glocke hineingepumpt oder herausgesaugt?" Die Kinder überlegen. Schließlich antwortet ein Mädchen: "Die Luft wird herausgesaugt." Der Mann erklärt den staunenden Kindern, warum diese Antwort stimmt: Die Pumpe, die auch Vakuumpumpe genannt wird, saugt die Luft aus der Glocke. Die Pumpe erzeugt unter der Glocke also einen luftleeren Raum. Ohne Luft gibt es unter der Glocke auch keinen Luftdruck mehr. Weil der Luftdruck den Schokokuss normalerweise in seiner Form hält, wird er ohne diesen Druck größer.
"Die Schokokusspumpe ist bei unseren Besuchern besonders beliebt", erzählt Teresa Döring. Kein Wunder, denn nach dem Versuch dürfen die Kinder die Schokoküsse essen. "Wir verbrauchen 60.000 Schokoküsse pro Jahr!" Natürlich die zuckerfreien.