Wie geht es in Pakistan weiter?Die Vereinten Nationen (UNO) - eine Organisation, in der sich 192 Staaten der Welt zusammengeschlossen haben, um weltweit Probleme zu lösen und Frieden zu sichern - schätzen, dass 20 Millionen Menschen in Pakistan von den Überschwemmungen betroffen sind. Der Staatschef von Pakistan vermutet, dass der Wiederaufbau des Landes mindestens drei Jahre dauern wird.
Etwa ein Fünftel der Landesfläche wurde überschwemmt - eine Fläche so groß wie ganz England. Viele Gebiete sind von der Außenwelt abgeschnitten, weil das Hochwasser Straßen und Brücken zerstört hat. Mit den Flüssen bewegen sich die Wassermassen inzwischen aus dem Norden des Landes in den Süden. Dort leben viele Menschen in großen Städten, denen nun ebenfalls Überschwemmungen drohen. Mindestens sechs Millionen Menschen haben kein Zuhause mehr, weil das Hochwasser ihre Häuser vernichtet hat. Viele leiden unter Hunger und Krankheiten. Etwa 1500 Menschen sind bereits gestorben.
Mit dem Ende der Monsunzeit könnte es sogar noch schlimmer werden, denn die Temperaturen in Pakistan werden in den kommenden Tagen und Wochen steigen. Und das erhöht die Seuchengefahr in den überschwemmten Gebieten. Denn bei Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius vermehren sich Krankheitserreger besonders schnell.
Deshalb brauchen die Menschen in Pakistan jetzt Hilfe aus anderen Ländern. Deutschland schickt beispielsweise Flugzeuge mit Zelten, Pumpen und technischen Hilfsmitteln. Die Zelte bieten Notunterkünfte und die Geräte helfen, verschmutztes Wasser zu säubern, damit die Menschen in Pakistan wieder sauberes Trinkwasser haben.