
Vom sibirischen Tiger gibt es weltweit nur noch etwa 450 Tiere.
© WWF/Viktor Filonov
Viele Jahre lang haben Menschen Tiger gejagt. Sie hatten es besonders auf das schöne Fell der Raubkatzen abgesehen. Auch den Lebensraum der Tiger wie beispielsweise große Wälder in Russland haben die Menschen vielerorts zerstört. Inzwischen ist die Jagd auf Tiger verboten, aber manche Menschen nehmen es damit nicht so genau.
Schon drei Tigerarten sind ausgestorben, und auch von den übrigen gibt es nur noch sehr wenige Tiere. Biologen schätzen, dass es auf der ganzen Welt nur noch 3200 Tiger gibt. Zum Vergleich: Allein in Deutschland gibt es mehr als sieben Millionen Hauskatzen! Die Naturschutzorganisation WWF befürchtet, dass ihre großen gestreiften Verwandten in wenigen Jahren ausgestorben sein könnten.
Schutzgebiete und härtere StrafenPolitiker aus mehreren Staaten wollen die letzten freilebenden Tiger in Zukunft besser schützen. Deshalb haben sie sich diese Woche in der russischen Stadt Sankt Petersburg getroffen und besprochen, was sie für die Tiger tun wollen. Gemeinsam wollen sie dafür sorgen, dass es bis zum Jahr 2022 doppelt so viele Tiger gibt wie jetzt. China und Russland, wo die meisten Tiger leben, wollen zum Beispiel für die Tiger in ihren Ländern gemeinsame Schutzzonen einrichten. Dort dürfen dann keine Bäume mehr gefällt und natürlich auch keine Tiger gejagt werden. Wilderer, die trotzdem Jagd auf Tiger machen, sollen außerdem härter bestraft werden. Deutschland, die USA, reiche Privatpersonen und der WWF wollen spezielle Tigerschutzprojekte mit Geld unterstützen.