So funktionieren Wasserkraftwerke heute Dasselbe Prinzip findest Du auch bei modernen Wasserkraftwerken wieder. Statt mit Wasserrädern funktionieren sie allerdings mit geschlossenen Turbinen, weil die viel mehr Energie aufnehmen können.
Aber der Reihe nach: Zunächst wird der Fluss an einer Staumauer gestaut. Dadurch steigt der Wasserspiegel und damit auch das Gewicht des Wassers. Genau das möchte man: Tief unten im Wasser befindet sich nämlich die Rohrleitung zur Turbine. Das gestaute Wasser drückt durch sein Gewicht mit großer Kraft in das Rohr – es fließt jetzt schneller. Das Prinzip kannst Du selbst ausprobieren: Nimm einen Plastikbecher und mache unten seitlich ein Loch hinein – mit einem spitzen Bleistift zum Beispiel. Halte das Loch mit einem Finger zu und fülle den Becher mit Wasser. Jetzt nimm den Finger vom Loch. Du wirst sehen, dass das Wasser weiter weg spritzt, solange der Becher voll ist. Nach und nach wird der Wasserstrahl kleiner. Klar, je geringer der Druck des Wassers, desto kleiner der Strahl. Um mit einer Turbine viel Strom zu erzeugen, muss das gestaute Wasser also möglichst hoch sein.
Am Ende des Rohres befindet sich dann die Turbine, das moderne Wasserrad. Es ist exakt an die Rohrleitung angepasst – das Wasser wird genau so auf die Turbine gelenkt, dass möglichst wenig Kraft verloren geht. Turbinen nehmen 90 Prozent der Energie des Wassers auf, Wasserräder schafften höchstens bis zu 80 Prozent.