...in unserem Gehirn ein Männlein zu finden ist?
Körperteile, die viel erfühlen, nehmen auch im Homunculus mehr Platz ein.
© PD Dr. H. Dinse, Institut für Neuroinformatik
Wissenschaftler nennen ihn Homunculus, was "kleines Männchen" bedeutet. Aber in unserem Gehirn sitzt natürlich kein wirkliches Männchen. Der Homunculus ist ein Ort im Gehirn, der für unseren Tastsinn zuständig ist. In unserem Gehirn kommt die Tastinformation nicht einfach irgendwie an, sondern ist nach Körperteilen geordnet: Im Homunculus sind die Bereiche, die am Körper nebeneinander liegen, auch benachbart. Aber ihr Verhältnis zueinander ändert sich: Bereiche, die wichtig für das Ertasten sind, wie der Zeigefinger oder die Lippen, sind besonders groß. Andere Bereiche, mit denen wir selten etwas ertasten, wie das Schienbein oder die Arme, sind eher klein.
...Nervenzellen Informationen rasend schnell austauschen können?
Verschiedene Informationen werden unterschiedlich schnell von Zelle zu Zelle geleitet. Die Geschwindigkeit kann mit einem halben Meter pro Sekunde sehr langsam sein: So schnell läuft etwa ein Feuersalamander. Die Weiterleitung kann aber auch richtig schnell gehen, nämlich 120 Meter pro Sekunde oder umgerechnet 430 Kilometer pro Stunde. So schnell fährt sonst nur das schnellste Auto der Welt.