
Können Roboter gut Fußball spielen?
© aloisiuskolleg-robotik.de
Der knapp zwei Meter lange Tisch sieht aus wie ein Fußballplatz. Er ist grün angemalt, hat Linien für Seitenaus und Anstoß, zwei Tore und eine kleine Wand am Tischrand. Auf dem Platz stehen auf jeder Seite zwei Roboter. Sie sehen nicht aus wie in Filmen oder Büchern. Sie haben keine Beine oder Arme oder einen Kopf. Von oben sieht man nur eine rundliche Metallplatte und einen Rahmen. Nur von der Seite kann man die eingebaute Technik erkennen.
Das Spiel wird angepfiffen. Die Roboter setzen sich in Bewegung und suchen den Ball. Der schnellste Roboter schnappt ihn und drängelt sich an den Gegnern vorbei. Er nähert sich dem Tor und schießt – der Ball landet zwischen den Pfosten. Jubel im Publikum. Dort sitzen Schüler des Aloisiuskollegs in Bonn. Sie haben die Roboter gebaut, die das Tor geschossen haben.
So etwa ging es in Magdeburg bei der Deutschen Roboter-Meisterschaft zu. Das Turnier ist so spannend wie ein echtes Fußballturnier, sagen die Schüler. Allerdings stehen sich keine Menschen gegenüber, sondern Maschinen. Die Schüler dürfen ihre Roboter nur einschalten. Danach sind sie Zuschauer. Sie schauen auf das Spielfeld und hoffen, dass ihre Roboter die schnelleren sind – und besser zielen können.