
Heliconius-Schmetterlinge leben in Süd- und Mittelamerika.
© Wikipedia/Quartl/CC-BY 3.0
Mimikry bedeutet, dass Tiere andere Gattungen oder Tierarten optisch nachahmen, um ihre Feinde zu täuschen. Beispiel Schwebfliege: Sie sieht mit ihrem gelb-schwarz gefärbten Hinterleib aus wie eine Wespe. Mit Erfolg: Obwohl sie keinen Stachel hat, schrecken Frösche oder Vögel davor zurück, sie zu verspeisen.
Eine besondere Art der Mimikry bei Schmetterlingen hat der Biologe Johann Friedrich Theodor Müller vor etwa 150 Jahren entdeckt. Er hat festgestellt, dass es Schmetterlinge gibt, die zwar gleich aussehen, aber einer anderen Gattung angehören, also nicht miteinander verwandt sind! Müller schloss daraus, dass sich die Tiere in ihrem Aussehen einander angepasst haben. Auch dies ist eine Form der Mimikry. Nach ihrem Entdecker wird sie Müllersche Mimikry genannt. Was ist der Sinn dieser Mimikry? Frisst ein Vogel einen Schmetterling mit einem roten Streifen und merkt, dass dieser ungenießbar ist, dann wird der Vogel in Zukunft nicht mehr nach einem Schmetterling mit einem roten Streifen schnappen. Das heißt, es bleiben alle anderen Schmetterlinge verschont, die dieselbe Warntracht tragen - clever, oder?