Was passiert beim Kitzeln?
© pcase.de/designritte
Das Kitzeln ist eine Art Warnsignal unseres Körpers: Vorsicht, da nähert sich etwas Unbekanntes Deiner Haut. Das Gleiche passiert beispielsweise, wenn ein Insekt auf Dir landet: Die Nerven in der Haut alarmieren das Gehirn und das wiederum leitet geeignete Gegenmaßnahmen ein: Wir verscheuchen das Insekt zum Beispiel mit der Hand. Denn die Berührung könnte ja eine Gefahr bedeuten, einen juckenden Mückenstich etwa.
Wenn Lasse seinen Bruder Frederick durchkitzelt, meldet Fredericks Gehirn also zunächst wie bei der Mücke eine mögliche Gefahr. Doch wenig später erkennt das Gehirn, dass es sich um eine vertraute Person handelt, von der Frederik nichts Schlimmes befürchten muss - Frederik lacht. Auch wenn es uns nicht bewusst ist, beim Kitzeln empfinden wir gleichzeitig negative und positive Gefühle: eine mögliche Bedrohung einerseits und Erleichterung andererseits. Um diese innere Anspannung aufzulösen, lachen wir.