
Die Entdeckerin Mary Kingsley
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Eine Reise ins ferne Afrika – das klingt nach einem spannenden Abenteuer, oder? Aber hast Du auch an tropische Krankheiten wie Malaria gedacht, an wilde Tiere, Hitze, undurchdringliche Dschungel und Menschen, deren Sprachen Du nicht verstehst? Heutzutage können sich Forscher gut auf eine Reise nach Afrika vorbereiten, aber zu Lebzeiten der Entdeckerin Mary Kingsley, also im 19. Jahrhundert, war Afrika für Europäer ein größtenteils unbekannter Kontinent. Und dennoch wagte die Engländerin das Abenteuer...
Die Jugend Mary Kingsleys
Schon als junges Mädchen verschlingt Mary Henrietta Kingsley die Reiseberichte ihres Vaters und die Bücher in seiner Bibliothek. Während ihr Vater, ein wohlhabender Arzt, seine Patienten auf ihren Reisen begleitet und dabei die Bräuche fremder Völker studiert, kümmert sich Mary um ihre kranke Mutter und den Haushalt. Von einer seiner Reisen kommt ihr Vater schwerkrank zurück. Er stirbt im Jahr 1892, und wenige Wochen später stirbt auch Marys kranke Mutter. Daraufhin beschließt die inzwischen 30-jährige Mary Kingsley, allein nach Westafrika zu reisen. Sie will in die Fußstapfen ihres Vaters treten und den Teil des Kontinentes, den noch kein Europäer zuvor betreten hat, seine Tiere und Bewohner erforschen.
Eine alleinreisende Frau ist in dieser Zeit sehr ungewöhnlich. Ende des 19. Jahrhunderts war es in weiten Teilen Europas üblich, dass nur die Männer zur Arbeit gingen, während die Frauen meist zuhause blieben, um sich um Familie und Haushalt zu kümmern. Oft durften die Mädchen nicht einmal zur Schule gehen.