Film ab!
Auf dem Bildschirm sehen die Kinder, wie sie die Position der Figuren verändert haben.
© icomedias
Neben der Box steht ein Computer, der mit der Videokamera verbunden ist. Auf dem Bildschirm sehen die Kinder also das Bild, das die Kamera in der Filmkulisse aufnimmt. Jetzt setzen die Kinder Schritt für Schritt ihre Geschichte in Bilder um: Sobald sie die Figuren und den Hintergrund richtig angeordnet haben, knipsen sie das erste Foto – dazu genügt ein Tastendruck auf der angeschlossen Tastatur. Danach bewegen sie ihre Figuren ein kleines bisschen, zum Beispiel hebt ein Männchen seinen Arm. Um zu sehen, wie sich die Lage der Figur verändert, zeigt der Bildschirm die alte und die neue Position der Figuren auf einem Bild an. Die beiden Bilder werden übereinandergelegt. Das sieht ein bisschen verwackelt aus. Haben die Figuren eine neue Position, drücken die Kinder wieder die Taste – der Computer speichert das Kamerabild. Das letzte Foto dient immer als Vorlage für die nächste Bewegung.
Das Ganze ist ziemlich aufwendig: Für eine Sekunde Film benötigt man zwischen 12 und 15 einzelne Bilder, damit der Trickfilm einigermaßen flüssig läuft. Für einen Drei-Minuten-Film braucht ein Trickfilmer also ungefähr 2500 Bilder! Aber ist das wirklich notwendig? Ja, erklärt Maria: "Die Position einer Figur sollte sich immer nur ein bisschen verändern, damit das Bild nicht springt." Alle Bilder, die die Kinder geknipst haben, fügt ein Computerprogramm automatisch zusammen. So entsteht eine lange Bilderreihe, die am Computer nacheinander abgespielt werden können. Diese Art und Weise, einen Film zu machen, nennen Experten "Stop-Motion", also "angehaltene Bewegung".