Von der Jagd zum Sport
© Wikipedia/Deutscher Bumerang Club/CC-by 3.0
Erst vor etwa 80 Jahren haben Menschen den Bumerang für sich als Sportgerät entdeckt. Inzwischen gibt es auf der ganzen Welt Bumerang-Vereine. Bei Weltmeisterschaften und Europameisterschaften treten Werfer in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an. Beim Trickfangen fängt der Sportler den Bumerang zum Beispiel hinter seinem Rücken. Dazu muss der Bumerang sehr genau zurückkommen. Beim Weitwurf muss der Bumerang dagegen einen möglichst großen Bogen fliegen. Je nach Disziplin nutzen die Sportler Bumerangs mit unterschiedlichen Formen und aus verschiedenen Materialien: mit drei oder noch mehr Armen. Aus Holz, Metall oder Kunststoff.
Warum fliegt der Bumerang?
Hast Du schon einmal einen Bumerang fliegen sehen? Schau mal genau hin:
Der Bumerang hebt erst einmal ab und steigt in die Höhe. Dabei dreht er
sich während des ganzen Fluges wie ein Propeller. Das ist wichtig, denn
wegen dieser Drehung bleibt er in der Luft stabil in seiner Flugbahn.
Physiker nennen das den "gyroskopischen Effekt". "Gyroskopisch" kommt
von dem griechischen Wort "Gyros". Es bedeutet "Kreisel". Denn ein
kleiner Kreisel verhält sich ähnlich. Er dreht sich und fällt nicht um,
obwohl er nur auf einer kleinen Spitze steht. Die Kraft der Drehung ist
stärker als die Schwerkraft, die ihn zum Boden zieht. Erst wenn die
Drehung schwächer wird, kippt der Kreisel.