...wie sich Kakteen vor dem Austrocknen schützen?
Kakteen musst Du nicht häufig gießen.
© pixelio.de/Maja Dumat
Die meisten Kakteen wachsen in Wüsten, Savannen oder anderen sehr trockenen Gebieten. Im Laufe ihrer Entwicklung haben sie sich perfekt an dieses karge Leben angepasst. Beispielsweise haben sich die Blätter vieler Kakteen zu Dornen umgebildet. Die Pflanzen halten damit nicht nur Menschen oder Tiere fern, die ihnen zu nahe kommen. Die Dornen verhindern auch, dass Kakteen über Verdunstung zu viel Wasser verlieren.
Bei der Verdunstung passiert Folgendes: Wasser nimmt die Wärmeenergie von Sonnenstrahlen auf - das gilt sogar für Wasser, das in den Pflanzenblättern steckt - und durch die Wärme wird das Wasser zu Wasserdampf und geht von der Pflanze in die Luft über. Je größer die Oberfläche einer Pflanze, desto mehr Wasser gibt sie bei Hitze an die Luft ab. Die Dornen der Kakteen sind im Vergleich zu Blättern sehr klein und dünn, sie haben also eine geringere Oberfläche als Blätter. So verlieren Kakteen weniger Wasser.
Viele Kakteen sind zusätzlich mit einer dicken Wachsschicht überzogen, die das Sonnenlicht reflektiert, also zurückstrahlt. So dringen die Sonnenstrahlen nicht in die Blätter ein und erwärmen sie nicht so stark. Außerdem reichen die Wurzeln von Kakteen nicht wie bei anderen Pflanzen tief in die Erde, sondern bilden flach unter der Erde ein weit verzweigtes Netz. Auf diese Weise können die Pflanzen viel Wasser aufnehmen, wenn es in der Wüste doch einmal regnet. Denn das Wasser kann dort nicht tief in die Erde eindringen, weil ein Großteil davon vorher schon wieder verdunstet.