Woher kommt die Angst?
Hochsteigen oder lieber unten bleiben?
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Spezialisten wissen, dass Angst immer auch ein Gefühl ist, das unsere Vorfahren bereits hatten. Steht vor Dir zum Beispiel ein großer Hund und Du zitterst am ganzen Körper, ist das sozusagen die Angst früherer Menschen vor wilden Tieren. Manche Kinder fürchten sich auch im engen Fahrstuhl oder wenn die Tür von ihrem Zimmer geschlossen ist. Sie durchleben die Urangst vor Dunkelheit in Höhlen. Auch die Höhenangst gehört zu diesen Urängsten. Klar sind unsere Vorfahren schon längst tot und ihre Ängste heute kalter Kaffee. Doch ihre Gefühle gehören nach wie vor zu unserem Leben.
Ängstlichkeit hängt stark von Familie ab
Wie ängstlich wir sind, hängt vor allem von unserer Familie und dem Umfeld ab, in dem wir leben. Kinder, die bei ängstlichen Eltern aufwachsen, neigen später auch eher zu Angst. "Wir vermuten, dass etwa 30 bis 50 Prozent aller Angststörungen vererbt sind", sagt der Angstforscher Professor Borwin Bandelow von der Universitätsklinik für Psychiatrie in Göttingen. Durch die Angst werden im Gehirn verschiedene Botenstoffe ausgeschüttet, die dann zum Beispiel zu Schwindel, Unruhe, Zittern, Herzrasen und Schwitzen führen. Sehr oft treten die ersten Beschwerden in der
Pubertät auf oder im jungen Erwachsenenalter. Kinder unter 14 Jahren haben selten krankhafte Angst.